Epikureismus · Schule des Gartens · 341–270 v. Chr.
Epikur
Begehren lernen, was genügt.
Samos · Lampsakos · Athen
Philosophie
Ideen, die den Blick verändern.
01
Die Lust und ihre Grenze
Lust ist das maßgebliche Gut, doch nicht jede Lust sollte gewählt werden. Das Ende von Schmerz und Beunruhigung ermöglicht eine beständige Zufriedenheit, die keine endlose Vermehrung des Besitzes verlangt.
Eine Situation zum Nachdenken
Vergleichen Sie Erholung nach wirklicher Erschöpfung mit einem Kauf, der nur den Nachbarn übertreffen soll.
02
Natürliche, notwendige und leere Wünsche
Epikur unterscheidet notwendige Bedürfnisse, natürliche aber unnötige Genüsse und Wünsche aus grenzenlosen Meinungen. Die Einteilung bleibt eine Urteilsübung: Sie macht die Kosten von Abhängigkeiten sichtbar.
Eine Situation zum Nachdenken
Unterscheiden Sie Hunger, die Vorliebe für ein aufwendiges Essen und das Verlangen nach Bewunderung für den Lebensstil.
03
Natur verstehen, Furcht verringern
Der Atomismus erklärt Erscheinungen ohne göttlichen Zorn. Die Überlegung zum Tod beruht auf dem Ende der Empfindung, nicht auf einer verheißenen anderen Welt. Physikalische Argumente verändern dadurch Erwartungen.
Eine Situation zum Nachdenken
Trennen Sie angesichts einer Katastrophe erforschbare Ursachen von einer erfundenen Geschichte göttlicher Bestrafung.
04
Freundschaft und gemeinsame Sicherheit
Vertrauen unter Freunden ist eine wichtige Bedingung des Glücks. Selbstgenügsamkeit verlangt nicht, niemanden zu brauchen; sie begrenzt unnötige Abhängigkeiten und pflegt zugleich verlässliche Beziehungen.
Eine Situation zum Nachdenken
Regelmäßige Hilfe für einen Freund schafft gemeinsame Sicherheit, die bloßes Ansammeln von Geld nicht gewährleisten kann.