Gottfried Wilhelm LeibnizRationalismus · MonadenmetaphysikLEKTÜRELEITFADEN · Zum Einstieg · 9 Min.

Von den einfachen Substanzen zum Gottesstaat

Verfolgen Sie die Monadologie von der Bestimmung der einfachen Substanz über die Perzeption und die beiden großen Prinzipien bis zur Harmonie des ganzen Universums.

Eine eigens verfasste Einführung. Dieser Leitfaden begleitet die Lektüre des Werks; er ist weder dessen vollständiger Text noch eine Übersetzung.

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Den Text einordnen

Leibniz schrieb den titellosen Text 1714 in Wien auf Französisch als knappe Darstellung seines Systems und fügte am Rand Verweise auf seine Theodizee hinzu; die im selben Jahr für Prinz Eugen von Savoyen verfassten Prinzipien der Natur und der Gnade behandeln ein benachbartes Feld. Eine deutsche Übersetzung erschien 1720, eine lateinische 1721, doch das französische Original wurde erst 1840 von Johann Eduard Erdmann gedruckt. In neunzig kurzen, nummerierten Paragraphen entfaltet die Monadologie Leibniz’ Metaphysik von ihren ersten Elementen an: einfache Substanzen ohne Teile, ihre Perzeptionen und Appetitionen, die Prinzipien des Widerspruchs und des zureichenden Grundes, das Dasein Gottes, die beste der möglichen Welten, die Übereinstimmung von Seele und Leib und den Staat der Geister unter Gottes Regierung.

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Den Argumenten folgen

Fensterlose Monaden : Nichts kann von außen in eine einfache Substanz eindringen, daher entspringt jede Veränderung einer Monade einem eigenen inneren Prinzip. Die Mühle : Perzeption lässt sich nicht durch Figuren und Bewegungen erklären: Eine denkende Maschine von der Größe einer Mühle zeigte nur Teile, die einander stoßen. Lebendige Spiegel : Jede Monade stellt das ganze Universum aus ihrem eigenen Gesichtspunkt dar, wie dieselbe Stadt von jeder Seite her ganz anders aussieht.

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Weiterlesen

Lesen Sie die Paragraphen 1 bis 48 langsam bis zu den Gottesbeweisen, dann die Schlussparagraphen über die Geister und den Gottesstaat, und halten Sie die Prinzipien der Natur und der Gnade als Begleittext bereit. Leibniz schrieb den titellosen Text 1714 in Wien auf Französisch als knappe Darstellung seines Systems und fügte am Rand Verweise auf seine Theodizee hinzu; die im selben Jahr für Prinz Eugen von Savoyen verfassten Prinzipien der Natur und der Gnade behandeln ein benachbartes Feld. Eine deutsche Übersetzung erschien 1720, eine lateinische 1721, doch das französische Original wurde erst 1840 von Johann Eduard Erdmann gedruckt.

Ein Gedanke zum Mitnehmen.

Die Monadologie baut die Welt aus perzipierenden Einheiten auf, deren Übereinstimmung nicht aus Wechselwirkung, sondern aus Gottes Wahl stammt.

Jetzt bist du am Zug.

  1. Warum schließt Leibniz aus dem Dasein zusammengesetzter Dinge, dass es einfache Substanzen ohne Teile geben muss?
  2. Wie können fensterlose Monaden, die nie aufeinander einwirken, dennoch eine einzige geordnete Welt bilden?
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