Gottfried Wilhelm Leibniz
Nichts ist ohne Grund.
Gottfried Wilhelm Leibniz war ein deutscher Philosoph, Mathematiker, Jurist und Historiker, der vierzig Jahre lang als Bibliothekar und Rat im Dienst der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg in Hannover stand. Er erfand unabhängig von Newton die Differential- und Integralrechnung, baute eine Rechenmaschine, entwarf eine binäre Arithmetik und gründete die Berliner Sozietät der Wissenschaften; er schrieb vor allem französisch und lateinisch. Seine Metaphysik beschreibt eine Welt einfacher, perzipierender Substanzen, der Monaden, die durch eine von Gott prästabilierte Harmonie übereinstimmen, denn Gott hat die beste aller möglichen Welten gewählt.
Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts, und warum diese Welt und keine andere?
Das Wichtigste
Stationen eines Lebens
Biografie- 1646Geburt in Leipzig
- 1672–1676Paris und die Infinitesimalrechnung
- 1700Berliner Sozietät der Wissenschaften
- 1710Die Theodizee
- 1716Tod in Hannover
Biografie
Gottfried Wilhelm Leibniz war ein deutscher Philosoph, Mathematiker, Jurist und Historiker, der vierzig Jahre lang als Bibliothekar und Rat im Dienst der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg in Hannover stand. Er erfand unabhängig von Newton die Differential- und Integralrechnung, baute eine Rechenmaschine, entwarf eine binäre Arithmetik und gründete die Berliner Sozietät der Wissenschaften; er schrieb vor allem französisch und lateinisch. Seine Metaphysik beschreibt eine Welt einfacher, perzipierender Substanzen, der Monaden, die durch eine von Gott prästabilierte Harmonie übereinstimmen, denn Gott hat die beste aller möglichen Welten gewählt.
Philosophie
Eine Monade ist eine einfache Substanz ohne Teile, Ausdehnung oder Gestalt. Ihr ganzes Leben besteht aus Perzeptionen, die das Viele im Einen darstellen, und aus Appetitionen, den Strebungen, die sie von einer Perzeption zur nächsten führen; Monaden haben keine Fenster, durch die etwas hineingelangen könnte.
Lektüreleitfäden
Eigene Einführungen erschließen die Werke, ihre zentralen Fragen und mögliche Wege zum Weiterdenken.
Bibliografie
Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.
Was vorausging, was folgte.
Über der Zeitachse markiert jeder durchgezogene Bogen eine belegte Lektüre, zurück oder nach vorn in der Zeit; gepunktete Bögen verbinden verwandte Fragen.
Eine erste Lektüre.
Von den einfachen Substanzen zum Gottesstaat
Verfolgen Sie die Monadologie von der Bestimmung der einfachen Substanz über die Perzeption und die beiden großen Prinzipien bis zur Harmonie des ganzen Universums.
MonadologieÜbel, Freiheit und die beste Welt
Untersuchen Sie, wie die Theodizee auf Bayles Einwände antwortet, von den drei Arten des Übels bis zur Fabel vom Palast der Schicksale.
TheodizeeAngeborene Ideen und kleine Perzeptionen
Lesen Sie die Neuen Abhandlungen als Streit über den Ursprung der Erkenntnis und vergleichen Sie jede These des Theophilus mit der Stelle bei Locke, auf die sie antwortet.
Neue Abhandlungen über den menschlichen VerstandVerbundene Denkende
- Im Dialog