Averroes
Mit Texten und ihren Konflikten denken.
Ibn Rushd, lateinisch Averroes, wurde 1126 in Córdoba in eine Familie malikitischer Rechtsgelehrter geboren. Vater und Großvater hatten richterliche Ämter inne. Seine Ausbildung umfasste Recht, Wissenschaften und Medizin im geistigen Raum von al-Andalus und Maghreb. Diese Vielfalt ist wichtig für ein Werk, das weder im Aristoteleskommentar noch in einem einfachen Gegensatz von Religion und Vernunft aufgeht.
Wie lassen sich Demonstration und Auslegung verbinden?
Biografie
Ibn Rushd, lateinisch Averroes, wurde 1126 in Córdoba in eine Familie malikitischer Rechtsgelehrter geboren. Vater und Großvater hatten richterliche Ämter inne. Seine Ausbildung umfasste Recht, Wissenschaften und Medizin im geistigen Raum von al-Andalus und Maghreb. Diese Vielfalt ist wichtig für ein Werk, das weder im Aristoteleskommentar noch in einem einfachen Gegensatz von Religion und Vernunft aufgeht.
02 /Philosophie
Vernünftige Untersuchung der Dinge fragt nach Ursachen und Ordnung.
03 /Lektüreleitfäden
Eigene Einführungen erschließen die Werke, ihre zentralen Fragen und mögliche Wege zum Weiterdenken.
04 /Bibliografie
Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.
Eine erste Lektüre.
Recht und Demonstration
Averroes untersucht das Verhältnis philosophischer Demonstration und offenbarter Rechtsordnung. Vernünftige Welterkenntnis kann religiöse Pflicht sein; verschiedene Redeweisen richten sich an unterschiedliche Leserkreise.
Die entscheidende AbhandlungEine Kontroverse lesen
Averroes antwortet Punkt für Punkt auf al-Ghazalis Kritik an Philosophen. Verhandelt werden Kausalität, göttliches Wissen und Ewigkeit der Welt, ohne Gegner bloß zu karikieren.
Die Widerlegung der WiderlegungIntellekt und Seele
Averroes liest Aristoteles über Wahrnehmung, Einbildung und Intellekt. Seine Intellektlehre und ihr Verhältnis zu Individuen lösten dauerhafte Kontroversen aus.
Großer Kommentar zu De anima