Psychoanalyse · Wiener Neurologie · 1856–1939

Sigmund Freud

In Träumen und Symptomen die Wünsche lesen, von denen wir nichts wissen.

Sigmund Freud war ein österreichischer Neurologe und der Begründer der Psychoanalyse, die zugleich Behandlungsmethode und Theorie der Seele ist und davon ausgeht, dass ein großer Teil des seelischen Lebens unbewusst verläuft. Von der Eröffnung seiner Praxis in Wien 1886 bis zu seinem Exil in London 1938 las er Träume, Versprecher, Witze und neurotische Symptome als Kompromisse zwischen Wünschen und den Kräften, die sie verdrängen, und dehnte diese Deutung auf Sexualität, Moral, Religion und Kultur aus.

Příbor · Wien · London
Porträt in Vorbereitung
EINE FRAGE ZUM EINSTIEG

Was heißt es, von Wünschen bewegt zu werden, von denen man nichts weiß?

Das Wichtigste

Stationen eines Lebens

Biografie
  1. 1856–1860Geburt und Umzug nach Wien
  2. 1873–1886Medizin und Paris
  3. 1905–1913Sexualität und Bewegung
  4. 1920–1930Neue Theorie der Psyche
  5. 1938–1939Exil und Tod

Biografie

Sigmund Freud war ein österreichischer Neurologe und der Begründer der Psychoanalyse, die zugleich Behandlungsmethode und Theorie der Seele ist und davon ausgeht, dass ein großer Teil des seelischen Lebens unbewusst verläuft. Von der Eröffnung seiner Praxis in Wien 1886 bis zu seinem Exil in London 1938 las er Träume, Versprecher, Witze und neurotische Symptome als Kompromisse zwischen Wünschen und den Kräften, die sie verdrängen, und dehnte diese Deutung auf Sexualität, Moral, Religion und Kultur aus.

Philosophie

Nach Freud werden Vorstellungen, die mit den übrigen Wünschen eines Menschen unvereinbar sind, nicht vernichtet, sondern aus dem Bewusstsein gedrängt: Sie bleiben wirksam und kehren in entstellter Form wieder, etwa als Symptome, Fehlleistungen und Träume. Verdrängung ist kein einmaliger Akt, sondern ein beständiger Kraftaufwand gegen das, was unablässig zur Wiederkehr drängt.

Lektüreleitfäden

Eigene Einführungen erschließen die Werke, ihre zentralen Fragen und mögliche Wege zum Weiterdenken.

Bibliografie

Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.

LEKTÜRELEITFADEN

Eine erste Lektüre.

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