Pyrrhus und Cineas
Ausgehend vom Gespräch eines Eroberers mit seinem Berater fragt Beauvoir, weshalb man handelt, wenn jeder Erfolg ein weiteres Ziel verlangt.
Den Text verstehen
Der erste veröffentlichte philosophische Essay bereitet die Ethik der Ambiguität durch Handeln und Mitsein vor.
Die Kerngedanken
- 01
Entwurf
Kein äußeres Ziel entbindet Menschen vom Engagement in endlichen Unternehmungen.
- 02
Appell
Handeln sucht Aufnahme durch andere Freiheiten und bleibt nicht im Einzelnen eingeschlossen.
- 03
Endlichkeit
Auf jeden Entwurf zu verzichten eröffnet keinen überlegenen Standpunkt zur Existenz.
Die Gedanken vertiefen
Ein Ende eröffnet weitere Ziele
Das Gespräch zwischen Eroberer und Berater zeigt: Nach jedem Sieg lässt sich ein weiteres Vorhaben denken. Beauvoir folgert nicht, dass jedes Handeln absurd ist; sie fragt, wie ein endliches Projekt durch gelebtes Engagement statt durch ein garantiertes letztes Ziel Sinn erhält.
Mit anderen Freiheiten handeln
Ein Vorhaben begegnet anderen Menschen, die es aufnehmen, verändern oder ablehnen können. Der Appell an ihre Freiheit garantiert keine Zustimmung und rechtfertigt keinen Zwang für ein zukünftiges Ergebnis. Diese Spannung bereitet politische und ethische Fragen späterer Essays vor.
Hinweise zur Lektüre
Rekonstruieren Sie Cineas' Einwand, bevor Sie der Antwort über Beziehungen zwischen Freiheiten folgen.
Ausgaben & Quellen
- Quelle aufrufen 1plato.stanford.eduneuer Tab
- Quelle aufrufen 2iep.utm.eduneuer Tab
- Quelle aufrufen 3gallimard.frneuer Tab
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗