Werk · Friedrich Nietzsche

Jenseits von Gut und Böse

Neun Hauptstücke untersuchen philosophische Vorurteile, moralische Deutungen, Religion und Rangverhältnisse. Nietzsche fordert Philosophen, die jene Werte prüfen, welche ihr eigenes Denken ermöglichen.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

Nach Zarathustra erschienen, bringt dieses Vorspiel einer Philosophie der Zukunft mehrere Probleme in eine stärker argumentierende Form.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Wille zur Wahrheit

    Warum bevorzugen wir Wahrheit? Gefragt wird nach dem Wert eines Begehrens, nicht nur nach der Richtigkeit eines Satzes.

  2. 02

    Psychologie

    Systeme können Vorlieben und Triebverhältnisse ausdrücken, obwohl sie Unpersönlichkeit beanspruchen.

  3. 03

    Rangordnung

    Aristokratische und anti-egalitäre Positionen gehören zum Text; ihre Folgen müssen untersucht und dürfen nicht weginterpretiert werden.

03 / Die Gedanken vertiefen

Die Gedanken vertiefen

Den Willen zur Wahrheit befragen

In diesem Buch von 1886 fragt Nietzsche, weshalb Philosophen Wahrheit so hoch bewerten, und untersucht Voraussetzungen ihrer Lehren. Systeme erscheinen auch als Werke, die von Vorlieben, Affekten und Perspektiven geprägt sind. Den Wert einer Untersuchung zu befragen bedeutet nicht automatisch, dass alle Behauptungen gleich gut wären.

Moral, Kultur und Hierarchie

Die Aphorismen behandeln Religion, Moral, Gelehrte und die Möglichkeit neuer Philosophen. Das Buch enthält auch aristokratische Positionen und Verallgemeinerungen über Frauen, die kritische Lektüre statt ungeprüfter Feier verlangen. Seine fragmentarische Form fordert, Tonwechsel zu verfolgen und Passagen zu vergleichen statt einen einzigen Slogan daraus zu machen.

04 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Beginnen Sie mit den ersten beiden Hauptstücken und unterscheiden Sie Beschreibung, Vermutung, Provokation und Vorschrift.

05 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

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1883–1885

Also sprach Zarathustra

1887

Zur Genealogie der Moral

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