Platon
Über den Anschein hinausblicken lernen.
Als Philosoph und Verfasser von Dialogen bringt Platon das Denken auf die Bühne. Gerechtigkeit, Liebe, Erkenntnis und Bildung werden zu Fragen, die Gesprächspartner mit unterschiedlichen Ansichten untersuchen. Seine Texte lassen sich nicht auf eine Sammlung endgültiger Antworten verkürzen.
Wie erkennen wir Wahrheit und Gerechtigkeit jenseits dessen, was selbstverständlich scheint?
Biografie
Platon wuchs in einem privilegierten Athener Umfeld auf und erlebte, wie Krieg, politische Umbrüche und Sokrates’ Verurteilung seine Stadt erschütterten. Er machte den Dialog zu einer großen literarischen und philosophischen Form und gründete die Akademie. Sein Leben ist ungleichmäßig dokumentiert: Anekdoten und zugeschriebene Briefe erfordern Vorsicht.
02 /Philosophie
Eine Meinung kann wahr sein, ohne dass ihr Vertreter Rechenschaft darüber ablegen kann. Die Dialoge untersuchen, was Erkenntnis sicher macht: Begründung, Verständlichkeit und ihr Verhältnis zum Gegenstand. Die Untersuchung entwickelt sich je nach Text anders und erreicht nicht immer eine abschließende Definition.
03 /Lektüreleitfäden
Eigene Einführungen erschließen die Werke, ihre zentralen Fragen und mögliche Wege zum Weiterdenken.
04 /Bibliografie
Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.
Eine erste Lektüre.
Die Höhle verlassen, in die Stadt zurückkehren
Das berühmte Höhlengleichnis mit dem politischen Vorhaben der Politeia verbinden. Es geht nicht nur darum, wer wahr sieht, sondern auch darum, wozu Erkenntnis verpflichtet.
Politeia / Der StaatWas das Begehren uns suchen lässt
Das Symposion als mehrstimmiges Gespräch lesen, nicht als eine einzige Formel über Liebe. Eros bringt Mangel, Schönheit, Bildung und den Wunsch nach Fortbestand zur Sprache.
SymposionMit Argumenten über die Seele nachdenken
Den Phaidon über seine Beweisversuche, Einwände und dramatische Situation erschließen. Sokrates’ Gelassenheit ersetzt nicht die Prüfung seiner Behauptungen.
Phaidon