Jean-Jacques Rousseau
Die Abhängigkeiten verstehen, die uns formen.
Rousseau untersucht gesellschaftliche Wunschbildung und Bedingungen gemeinsamer Freiheit. Als Philosoph, Romancier, Musiker und Autobiograph verbindet er Ungleichheitskritik, Erziehung und das Problem fremden Urteils.
Wie können wir zusammenleben, ohne einander zu Werkzeugen zu machen?
Biografie
Jean-Jacques Rousseau wurde 1712 in Genf geboren; seine Mutter starb kurz danach. Der Vater, ein Uhrmacher, teilte frühe Lektüren mit ihm, bevor er die Stadt verließ. Nach Lehrjahren verließ Rousseau Genf 1728. Die Begegnung mit Françoise-Louise de Warens, der Übertritt zum Katholizismus und unsichere Beschäftigungen bildeten einen unsteten Bildungsweg. Die Bekenntnisse geben diesen Jahren entscheidendes Gewicht, müssen als rückblickende Erzählung aber mit anderen Zeugnissen verglichen werden. Musik, Lektüre und gesellschaftliche Abhängigkeit prägten schon diesen Weg fern eines geregelten Universitätsstudiums. Spätere Schriften verwandelten solche Erfahrungen in Fragen nach Autorität und der Möglichkeit eigener Bildung.
02 /Philosophie
Selbsterhaltung unterscheidet sich vom vergleichenden Anerkennungsbedürfnis. Amour-propre kann Rivalität und Abhängigkeit werden; ihre gesellschaftliche Entstehung wirft Erziehungsfragen auf.
03 /Lektüreleitfäden
Eigene Einführungen erschließen die Werke, ihre zentralen Fragen und mögliche Wege zum Weiterdenken.
04 /Bibliografie
Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.
Eine erste Lektüre.
Wenn fremde Blicke Macht gewinnen
Die Entstehung des Vergleichs im Zweiten Diskurs verfolgen.
Abhandlung über den Ursprung der UngleichheitDem Gesetz folgen und frei bleiben
Gemeinwille, Mehrheit und Regierung unterscheiden.
Vom GesellschaftsvertragFrei lernen in einer vorbereiteten Welt
Emiles Erfahrungen und die Macht des Erziehers prüfen.
Emile oder Über die Erziehung