Arthur Schopenhauer
Begehren verstehen, Mitleid ermöglichen.
Schopenhauer versteht die Welt als Vorstellung für ein Subjekt und Erscheinung rastlosen Willens. Kunst, Mitleid und Askese antworten unterschiedlich auf Begehren und Leiden; zugleich verlangen die Vorurteile seines Werks kritische Prüfung.
Wie verändert sich das Leben, wenn Begehren keine endgültige Befriedigung mehr verspricht?
Biografie
Arthur Schopenhauer wurde 1788 in Danzig als Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geboren. Sein Vater Heinrich Floris bestimmte ihn für den Handel; seine Mutter Johanna wurde eine erfolgreiche Schriftstellerin. Nach der preußischen Annexion Danzigs zog die Familie nach Hamburg. Reisen, Sprachenlernen und ein Schulaufenthalt in England ermöglichten eine ungewöhnlich europäische Bildung. Der Tod des Vaters 1805 erschütterte seinen Lebensweg, erklärt aber nicht seine gesamte Philosophie. Er gab die kaufmännische Laufbahn allmählich auf, während sich das Verhältnis zur Mutter verschlechterte. Das geerbte Vermögen verschaffte ihm später seltene geistige Unabhängigkeit und ermöglichte lange philosophische Arbeit ohne eine erfolgreiche feste akademische Stellung.
02 /Philosophie
Ein erkannter Gegenstand erscheint einem Subjekt durch Erkenntnisformen. Diese Abhängigkeit macht die Welt nicht zur privaten Fantasie, sondern fragt nach den Bedingungen möglicher Erfahrung und ihren Grenzen.
03 /Lektüreleitfäden
Eigene Einführungen erschließen die Werke, ihre zentralen Fragen und mögliche Wege zum Weiterdenken.
04 /Bibliografie
Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.
Eine erste Lektüre.
Vom Leib zum Willen: dem Argument folgen
Die Welt über die doppelte Leiberfahrung lesen und den Übergang zur Naturmetaphysik prüfen.
Die Welt als Wille und Vorstellung — IKann Mitleid Moral begründen?
Die Moralgrundlage anhand von Motiven, sichtbaren Handlungen und Aufmerksamkeit für andere lesen.
Über die Grundlage der MoralEinen Kunstgriff erkennen und die Frage bewahren
Mit Eristischer Dialektik bemerken, wann ein Gespräch relevante Gründe verlässt.
Eristische Dialektik — Die Kunst, Recht zu behalten