Werk · Arthur Schopenhauer

Über die Freiheit des menschlichen Willens

Die Abhandlung unterscheidet tun zu können, was man will, von anders wollen zu können. Handlungen folgen notwendig aus Motiven und Charakter; Verantwortung verlangt eine Untersuchung auf anderer Ebene.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

1839 von der norwegischen gelehrten Gesellschaft in Trondheim ausgezeichnet, erschien sie später in den Beiden Grundproblemen der Ethik.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Freiheiten

    Fehlende äußere Hindernisse unterscheiden sich von fehlender Bestimmung des Wollens.

  2. 02

    Charakter

    Umstände liefern Motive, deren Wirkung vom Individuum abhängt; dieselbe Lage erzeugt nicht bei allen dieselbe Entscheidung.

  3. 03

    Verantwortung

    Freiheit wird ins intelligible Sein verlegt, statt empirisch unbestimmten Einzelentscheidungen zugeschrieben.

03 / Die Gedanken vertiefen

Die Gedanken vertiefen

Eine Preisschrift über Willensfreiheit

In diesem 1839 von einer norwegischen Gelehrtengesellschaft ausgezeichneten Aufsatz fragt Schopenhauer, ob Bewusstsein Willensfreiheit beweist. Er unterscheidet, tun zu können, was man will, davon, unter gleichen Bedingungen anders wollen zu können. Der Text erschien 1841 in Die beiden Grundprobleme der Ethik.

Charakter, Motive und Verantwortung

Empirische Handlungen entstehen nach seiner Analyse aus dem Zusammentreffen von Charakter und Motiven: Eine Handlung wird nicht beliebig, weil ihre Ursachen komplex sind. Schopenhauer verarbeitet auch Kants Unterscheidung empirischen und intelligiblen Charakters. Die metaphysische Diskussion entscheidet rechtliche oder gesellschaftliche Verantwortung nicht allein.

04 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Prüfen Sie eine konkrete Entscheidung und unterscheiden Sie Ursachenerklärung, Entschuldigung und Verantwortungszuschreibung.

05 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

Weitere Texte erkunden
1828–1832 · 1862

Graciáns Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit

1840 · 1841 · 1860

Über die Grundlage der Moral

Zurück zur Bibliografie