Werk · Arthur Schopenhauer

Die Welt als Wille und Vorstellung — I

Vier Bücher führen von der Welt als Gegenstand für ein Subjekt zum Willen, dann zu Kunst und Ethik. Der Leib eröffnet einen besonderen Zugang zum Wollen, den Schopenhauer auf die gesamte Natur ausdehnt.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

Der Band erschien Ende 1818 mit Jahreszahl 1819. Der Anhang kritisiert Kant; spätere Auflagen erweitern Argumente.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Vorstellung

    Gegenstandserkenntnis setzt Subjekt und Vorstellungsformen voraus; nicht jeder erfindet deshalb einfach seine eigene Welt.

  2. 02

    Wille

    Wollen bedeutet mehr als bewusste Entscheidung: Ein endloses Streben wird zur inneren Wirklichkeit erklärt.

  3. 03

    Befreiung

    Ästhetische Betrachtung, Mitleid und Askese ermöglichen verschiedene Verhältnisse zu Begehren und Leiden.

03 / Die Gedanken vertiefen

Die Gedanken vertiefen

Vom Leib zum Willen: dem Argument folgen

Die Welt über die doppelte Leiberfahrung lesen und den Übergang zur Naturmetaphysik prüfen.

Zwei Zugänge zum Leib

Ihr Körper erscheint unter Gegenständen; seine Bewegungen erleben Sie zugleich als Willensakte. Beschreiben Sie eine Geste vor der Übernahme dieser Deutung: Was beobachtet jemand anderes, und was wissen Sie beim Vollzug? Die Differenz eröffnet die Untersuchung.

Eine begründungsbedürftige Übertragung

Schopenhauer erweitert das Leibmodell auf die gesamte Natur; Wille bedeutet damit mehr als bewusste Entscheidung. Bestimmen Sie den Schluss: Enthüllt bevorzugte Erfahrung das Wesen ganz anderer Dinge, oder benötigt die Übertragung zusätzliche Gründe?

Begehren und Befriedigung

Ein gestilltes Bedürfnis weicht möglicherweise dem nächsten oder der Langeweile. Unterscheiden Sie diese nachvollziehbare Beschreibung von der Behauptung grundsätzlicher Unbefriedigtheit allen Daseins. Die allgemeine These verlangt mehr als ausgewählte vertraute Beispiele.

Fragen für die weitere Lektüre

  • Ist innere Erfahrung unmittelbarer oder nur andersartig?
  • Welche Wünsche verändern sich dauerhaft, statt bloß wiederzukehren?

Trennen Sie die Ausgangserfahrung von ihrer metaphysischen Ausweitung.

Mit einem Leitfaden lesen
04 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Verfolgen Sie die vier Bücher und prüfen Sie besonders den Übergang vom Leiberleben zur allgemeinen Metaphysik.

05 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

Weitere Texte erkunden
1816 · 1854

Über das Sehn und die Farben

1844 · 1859

Die Welt als Wille und Vorstellung — II: Ergänzungen

Zurück zur Bibliografie

Die Bibliothek durchsuchen

Beginne mit einem Namen, einer Frage oder einer Idee.

Die Suche umfasst diese Sprachausgabe. Ergebnisse öffnen die Originalseite.