Die peripatetische Tradition · 384–322 v. Chr.

Aristoteles

Die Welt verstehen. Urteilskraft entwickeln.

Stageira · Athen, Griechenland
Bibliografie

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Werke, Zeugnisse und weiterführende Lektüre sind gekennzeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Entstehung oder die erste Veröffentlichung, wie im jeweiligen Eintrag erläutert.

Umfang der Bibliografie

Der Katalog behandelt die erhaltenen Schriften des aristotelischen Corpus mit eigenen Seiten für seine größeren Einheiten und ausdrücklicher Aufzählung der unter Kleine naturwissenschaftliche Schriften gebündelten Texte. Unechte und umstrittene Werke sind gekennzeichnet. Das geprüfte Verzeichnis umfasst Roses 680 nummerierte Einheiten (1886), einschließlich der fünf Fragmente der Appendix dubiorum; sein Briefabschnitt, Nummern 651–670, wird zusätzlich gesondert gezeigt. Eine Einheit kann mehrere Zitate oder Zeugnisse enthalten; es handelt sich weder um 680 Werke noch um eine vollständig erhaltene Korrespondenz. Die Zählungen von Rose, Ross und Gigon sind nicht austauschbar. Spätere Funde, bei Rose fehlende Brieftraditionen und seine unnummerierte Lebensbeschreibung bleiben außerhalb dieses Verzeichnisses.

Briefe und Fragmente erkunden
Ansicht

Werk

014. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Kategorien

Die kurze Schrift unterscheidet Weisen auszusagen, was etwas ist: Substanz, Quantität, Qualität, Relation und weitere Kategorien. Alltägliche Beispiele führen zur schwierigen Frage, ob Wörter, Bedeutungen oder die Dinge selbst untersucht werden.

024. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Über die Interpretation

Aristoteles untersucht wahrheitsfähige Aussagen: Namen, Verben, Bejahung, Verneinung und entgegengesetzte Sätze. Das berühmte Beispiel einer Seeschlacht fragt nach dem Verhältnis gegenwärtiger Wahrheit zu kontingenten zukünftigen Ereignissen.

034. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Erste Analytik

Die beiden Bücher untersuchen Schlüsse, deren Folgerungen notwendig aus gegebenen Prämissen hervorgehen. Aristoteles ordnet syllogistische Figuren, Umkehrungen von Aussagen und modale Argumente und trennt formale Gültigkeit von der Wahrheit der Voraussetzungen.

044. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Zweite Analytik

Was unterscheidet wissenschaftliches Verstehen von der bloßen Feststellung eines Sachverhalts? Aristoteles untersucht Beweis, erste Prinzipien, Definitionen und Ursachen. Wissenschaftliche Erklärung soll zeigen, warum ihr Gegenstand in relevanter Hinsicht nicht anders sein kann.

054. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Topik

Acht Bücher ordnen das Diskutieren auf Grundlage anerkannter Meinungen, der endoxa. Dialektik beweist wissenschaftliche Prinzipien nicht unmittelbar; sie prüft Thesen, verfolgt Konsequenzen und bereitet die kritische Untersuchung von Definitionen vor.

064. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Sophistische Widerlegungen

Die Schrift untersucht Argumente, die einen Gesprächspartner scheinbar, aber nicht wirklich widerlegen. Sprachliche Mehrdeutigkeit, vermischte Fragen und Bedeutungsverschiebungen ergeben eine Analyse argumentativer Irrtümer.

074. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Physik

Acht Bücher suchen die Prinzipien natürlicher Wesen, deren Bewegung und Ruhe einen inneren Ursprung besitzen. Materie, Form, Veränderung, Unendliches, Ort, Leere und Zeit führen schließlich zur Frage nach dem ersten Beweger.

084. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Über den Himmel

Vier Bücher entwerfen ein endliches, geordnetes und ewiges Universum und untersuchen Himmelsbewegungen und Elemente. Die Erde steht im Zentrum; Himmelskörper folgen einer als natürlich verstandenen Kreisbewegung.

094. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Über Werden und Vergehen

Die Schrift unterscheidet substantielles Entstehen von bloßer Veränderung. Berührung, Mischung und Elementverwandlung erklären, wie etwas aus anderem hervorgeht, ohne schlechthin aus nichts zu entstehen.

104. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Meteorologie

Vier Bücher untersuchen Atmosphäre, Gewässer, Erdbeben, Mineralien und Stoffveränderungen. Ihr Gegenstand reicht über heutige Wetterkunde hinaus und verbindet irdische Vorgänge mit einer allgemeinen Theorie der Elemente und Ausdünstungen.

114. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Über die Seele

Drei Bücher untersuchen das Lebensprinzip von Ernährung bis Denken. Seele ist zunächst kein Gespenst in einem Körper, sondern die Form eines organisierten natürlichen Körpers, der leben kann.

124. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Kleine naturwissenschaftliche Schriften

Die Sammlung untersucht Wahrnehmung, Erinnerung, Schlaf und Lebensbedingungen. Sie umfasst Über Wahrnehmung und Wahrnehmbares; Über Gedächtnis und Erinnerung; Über Schlaf und Wachen; Über Träume; Über Weissagung im Schlaf; Über Lang- und Kurzlebigkeit; Über Jugend und Alter, Leben und Tod; sowie Über Atmung.

134. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Tierkunde

Die umfangreiche Untersuchung sammelt anatomische Unterschiede, Fortpflanzungsweisen, Verhalten und Lebensräume. Sie ordnet erklärungsbedürftige Tatsachen und bietet weder eine Fabelsammlung noch eine moderne Artentaxonomie.

144. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Über die Teile der Tiere

Vier Bücher erklären, weshalb Tiere bestimmte Teile besitzen und wie diese zum Leben beitragen. Das erste entwickelt die Methode; weitere untersuchen Gewebe, Organe und körperliche Unterschiede.

154. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Über die Entstehung der Tiere

Fünf Bücher untersuchen Fortpflanzung, Embryonalentwicklung, Vererbung und wechselnde Merkmale. Aristoteles fragt nach der schrittweisen Entstehung lebendiger Organisation und verbindet Körperstoffe mit einem formenden Prinzip.

184. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Metaphysik

Vierzehn Bücher sammeln Untersuchungen über erste Ursachen, Seiendes als Seiendes, Substanz und Wirklichkeit. Mehrere Forschungswege, offene Schwierigkeiten und unterschiedliche Begriffe lassen sich nicht auf eine Formel reduzieren.

194. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Nikomachische Ethik

Zehn Bücher untersuchen gelingendes Leben durch Tugend, Entscheidung, Gerechtigkeit, Freundschaft, Lust und Betrachtung. Glück bedeutet Tätigkeit über ein ganzes Leben und hängt auch von materiellen Bedingungen und Beziehungen ab.

204. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Eudemische Ethik

Diese weitere ethische Untersuchung behandelt Glück, Tugend, freiwilliges Handeln, Freundschaft und das Verhältnis menschlichen Lebens zum Göttlichen. Trotz gemeinsamer Themen besitzt sie einen eigenen Argumentationsgang.

224. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Rhetorik

Drei Bücher untersuchen Überzeugungsmittel, Gefühle des Publikums, Charakter, Stil und Redeaufbau. Rhetorik wird zur Fähigkeit, das in einer bestimmten Lage möglicherweise Überzeugende zu erkennen.

234. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung

Poetik

Der erhaltene Text untersucht hauptsächlich Tragödie und Epos, ihre Darstellungsmittel und den Aufbau der Handlung. Er fragt, wie geordnete Handlungen eine verständliche künstlerische Erfahrung erzeugen.

24Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Große Ethik — Magna Moralia

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

26Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Probleme

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

27Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Mechanische Probleme

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

28Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Ökonomik

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

29Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über die Welt

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

30Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über die Farben

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

31Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über das Hörbare

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

32Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Physiognomik

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

33Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über die Pflanzen

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

34Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Wundersame Geschichten

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

35Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über unteilbare Linien

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

36Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Lage und Namen der Winde

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

38Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Rhetorik an Alexander

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

39Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über Tugenden und Laster

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

40Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Über den Lebenshauch

Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.

41Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Verlorene Werke und Fragmente

Dialoge und öffentliche Schriften sind überwiegend durch Zitate und Zeugnisse erhalten. Bezeugte Titel umfassen Über Philosophie, Eudemos oder Über die Seele, Protreptikos, Gryllos oder Über Rhetorik, Über Dichter, Über Gerechtigkeit, Über das Gute und Über Ideen.

42Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus

Briefe, Testament und überlieferte Gedichte

Diogenes Laertios bewahrt Testament, Tugendhymnus und Hermias-Epigramm. Sein Katalog nennt Briefe an Philipp, Alexander, Antipatros, Mentor, Ariston, Olympias, Hephaistion, Themistagoras und Philoxenos neben weiteren Sammlungen; er enthält keine vollständige Korrespondenz.

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