Werk42
014. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die kurze Schrift unterscheidet Weisen auszusagen, was etwas ist: Substanz, Quantität, Qualität, Relation und weitere Kategorien. Alltägliche Beispiele führen zur schwierigen Frage, ob Wörter, Bedeutungen oder die Dinge selbst untersucht werden.
Kategorien024. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Aristoteles untersucht wahrheitsfähige Aussagen: Namen, Verben, Bejahung, Verneinung und entgegengesetzte Sätze. Das berühmte Beispiel einer Seeschlacht fragt nach dem Verhältnis gegenwärtiger Wahrheit zu kontingenten zukünftigen Ereignissen.
Über die Interpretation034. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die beiden Bücher untersuchen Schlüsse, deren Folgerungen notwendig aus gegebenen Prämissen hervorgehen. Aristoteles ordnet syllogistische Figuren, Umkehrungen von Aussagen und modale Argumente und trennt formale Gültigkeit von der Wahrheit der Voraussetzungen.
Erste Analytik044. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Was unterscheidet wissenschaftliches Verstehen von der bloßen Feststellung eines Sachverhalts? Aristoteles untersucht Beweis, erste Prinzipien, Definitionen und Ursachen. Wissenschaftliche Erklärung soll zeigen, warum ihr Gegenstand in relevanter Hinsicht nicht anders sein kann.
Zweite Analytik054. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Acht Bücher ordnen das Diskutieren auf Grundlage anerkannter Meinungen, der endoxa. Dialektik beweist wissenschaftliche Prinzipien nicht unmittelbar; sie prüft Thesen, verfolgt Konsequenzen und bereitet die kritische Untersuchung von Definitionen vor.
Topik064. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die Schrift untersucht Argumente, die einen Gesprächspartner scheinbar, aber nicht wirklich widerlegen. Sprachliche Mehrdeutigkeit, vermischte Fragen und Bedeutungsverschiebungen ergeben eine Analyse argumentativer Irrtümer.
Sophistische Widerlegungen074. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Acht Bücher suchen die Prinzipien natürlicher Wesen, deren Bewegung und Ruhe einen inneren Ursprung besitzen. Materie, Form, Veränderung, Unendliches, Ort, Leere und Zeit führen schließlich zur Frage nach dem ersten Beweger.
Physik084. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Vier Bücher entwerfen ein endliches, geordnetes und ewiges Universum und untersuchen Himmelsbewegungen und Elemente. Die Erde steht im Zentrum; Himmelskörper folgen einer als natürlich verstandenen Kreisbewegung.
Über den Himmel094. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die Schrift unterscheidet substantielles Entstehen von bloßer Veränderung. Berührung, Mischung und Elementverwandlung erklären, wie etwas aus anderem hervorgeht, ohne schlechthin aus nichts zu entstehen.
Über Werden und Vergehen104. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Vier Bücher untersuchen Atmosphäre, Gewässer, Erdbeben, Mineralien und Stoffveränderungen. Ihr Gegenstand reicht über heutige Wetterkunde hinaus und verbindet irdische Vorgänge mit einer allgemeinen Theorie der Elemente und Ausdünstungen.
Meteorologie114. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Drei Bücher untersuchen das Lebensprinzip von Ernährung bis Denken. Seele ist zunächst kein Gespenst in einem Körper, sondern die Form eines organisierten natürlichen Körpers, der leben kann.
Über die Seele124. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die Sammlung untersucht Wahrnehmung, Erinnerung, Schlaf und Lebensbedingungen. Sie umfasst Über Wahrnehmung und Wahrnehmbares; Über Gedächtnis und Erinnerung; Über Schlaf und Wachen; Über Träume; Über Weissagung im Schlaf; Über Lang- und Kurzlebigkeit; Über Jugend und Alter, Leben und Tod; sowie Über Atmung.
Kleine naturwissenschaftliche Schriften134. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die umfangreiche Untersuchung sammelt anatomische Unterschiede, Fortpflanzungsweisen, Verhalten und Lebensräume. Sie ordnet erklärungsbedürftige Tatsachen und bietet weder eine Fabelsammlung noch eine moderne Artentaxonomie.
Tierkunde144. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Vier Bücher erklären, weshalb Tiere bestimmte Teile besitzen und wie diese zum Leben beitragen. Das erste entwickelt die Methode; weitere untersuchen Gewebe, Organe und körperliche Unterschiede.
Über die Teile der Tiere154. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Fünf Bücher untersuchen Fortpflanzung, Embryonalentwicklung, Vererbung und wechselnde Merkmale. Aristoteles fragt nach der schrittweisen Entstehung lebendiger Organisation und verbindet Körperstoffe mit einem formenden Prinzip.
Über die Entstehung der Tiere164. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die Schrift sucht gemeinsame Prinzipien tierischer Ortsbewegung, von körperlicher Abstützung bis zum Begehren. Sie verbindet Gelenke, Zielvorstellung und den Beginn einer Handlung.
Über die Bewegung der Tiere174. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Die Untersuchung vergleicht die Mechanismen des Gehens, Schwimmens und Fliegens. Gliederzahl, Beugung und Körperanordnung werden zu Fragen funktionaler Anatomie.
Über die Fortbewegung der Tiere184. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Vierzehn Bücher sammeln Untersuchungen über erste Ursachen, Seiendes als Seiendes, Substanz und Wirklichkeit. Mehrere Forschungswege, offene Schwierigkeiten und unterschiedliche Begriffe lassen sich nicht auf eine Formel reduzieren.
Metaphysik194. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Zehn Bücher untersuchen gelingendes Leben durch Tugend, Entscheidung, Gerechtigkeit, Freundschaft, Lust und Betrachtung. Glück bedeutet Tätigkeit über ein ganzes Leben und hängt auch von materiellen Bedingungen und Beziehungen ab.
Nikomachische Ethik204. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Diese weitere ethische Untersuchung behandelt Glück, Tugend, freiwilliges Handeln, Freundschaft und das Verhältnis menschlichen Lebens zum Göttlichen. Trotz gemeinsamer Themen besitzt sie einen eigenen Argumentationsgang.
Eudemische Ethik214. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Acht Bücher untersuchen Gemeinschaft, Bürgerschaft, Verfassungen, innere Konflikte, Erziehung und die beste Ordnung. Aristoteles vergleicht Institutionen und fragt, welche Formen gemeinsamen Lebens ihre Anordnung ermöglicht.
Politik224. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Drei Bücher untersuchen Überzeugungsmittel, Gefühle des Publikums, Charakter, Stil und Redeaufbau. Rhetorik wird zur Fähigkeit, das in einer bestimmten Lage möglicherweise Überzeugende zu erkennen.
Rhetorik234. Jahrhundert v. Chr.; später überlieferte Textanordnung
Der erhaltene Text untersucht hauptsächlich Tragödie und Epos, ihre Darstellungsmittel und den Aufbau der Handlung. Er fragt, wie geordnete Handlungen eine verständliche künstlerische Erfahrung erzeugen.
Poetik24Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Große Ethik — Magna Moralia25Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Der Staat der Athener26Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Probleme27Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Mechanische Probleme28Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Ökonomik29Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über die Welt30Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über die Farben31Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über das Hörbare32Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Physiognomik33Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über die Pflanzen34Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Wundersame Geschichten35Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über unteilbare Linien36Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Lage und Namen der Winde37Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über Melissos, Xenophanes und Gorgias38Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Rhetorik an Alexander39Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über Tugenden und Laster40Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Unter Aristoteles’ Namen überliefert; seine persönliche Autorschaft ist umstritten oder verworfen.
Über den Lebenshauch41Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Dialoge und öffentliche Schriften sind überwiegend durch Zitate und Zeugnisse erhalten. Bezeugte Titel umfassen Über Philosophie, Eudemos oder Über die Seele, Protreptikos, Gryllos oder Über Rhetorik, Über Dichter, Über Gerechtigkeit, Über das Gute und Über Ideen.
Verlorene Werke und Fragmente42Datierung und Zuschreibung umstritten; Tradition des aristotelischen Corpus
Diogenes Laertios bewahrt Testament, Tugendhymnus und Hermias-Epigramm. Sein Katalog nennt Briefe an Philipp, Alexander, Antipatros, Mentor, Ariston, Olympias, Hephaistion, Themistagoras und Philoxenos neben weiteren Sammlungen; er enthält keine vollständige Korrespondenz.
Briefe, Testament und überlieferte Gedichte