Franz KafkaLiterarische Moderne · Prager deutschsprachige LiteraturLEKTÜRELEITFADEN · Zur Vertiefung · 13 Min.

Sich dem unerreichbaren Schloss nähern

Verfolgen Sie K.s Versuche, zu den Schlossbehörden vorzudringen, und das Dorfleben, das sich um sie herum ordnet.

Eine eigens verfasste Einführung. Dieser Leitfaden begleitet die Lektüre des Werks; er ist weder dessen vollständiger Text noch eine Übersetzung.

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Den Text einordnen

Kafka schrieb den Roman 1922, zuerst im Gebirgskurort Spindlermühle und anfangs in der Ich-Form, bevor er den Erzähler durch K. ersetzte. Max Brod veröffentlichte ihn 1926; die kritische Ausgabe von 1982 folgt der Handschrift und ihrem unvollendeten Schluss. Ein Mann namens K. kommt an einem Winterabend in ein verschneites Dorf und behauptet, vom Schloss, das über das Dorf herrscht, als Landvermesser bestellt worden zu sein. Seine Versuche, über seine Geliebte Frieda, den Boten Barnabas und die Dorfbehörden zum Beamten Klamm vorzudringen, verstricken ihn in Gerüchte, Protokolle und Abhängigkeiten; das Manuskript bricht mitten im Satz ab.

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Den Argumenten folgen

Berufung : Der Gemeindevorsteher erklärt, die Anforderung eines Landvermessers gehe auf einen alten Verwaltungsfehler zurück, sodass K.s Anstellung weder bestätigt noch abgelehnt wird. Dorf : Wirtsleute, Ausschankmädchen und Diener der Beamten bilden eine Gesellschaft, deren Gewohnheiten und Ängste sich auf eine Obrigkeit richten, die kaum jemand gesehen hat. Amalia : Die Geschichte von Amalias Weigerung gegenüber einem Beamten und der Ächtung ihrer Familie zeigt eine Macht, die durch die Gemeinschaft statt durch ausdrückliche Befehle wirkt.

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Weiterlesen

Lesen Sie das erste Kapitel und den Bericht des Vorstehers über die Berufung, verfolgen Sie dann die Episode der Familie des Barnabas, bevor Sie K.s Ansprüche beurteilen. Kafka schrieb den Roman 1922, zuerst im Gebirgskurort Spindlermühle und anfangs in der Ich-Form, bevor er den Erzähler durch K. ersetzte. Max Brod veröffentlichte ihn 1926; die kritische Ausgabe von 1982 folgt der Handschrift und ihrem unvollendeten Schluss.

Ein Gedanke zum Mitnehmen.

Das Schloss zeigt, wie eine ferne Obrigkeit Begehren, Gerücht und alltägliche Abhängigkeit einer ganzen Gemeinschaft formt.

Jetzt bist du am Zug.

  1. Warum verteidigen die Dorfbewohner Beamte, die kaum einer von ihnen je gesehen hat?
  2. Was verrät die Geschichte von Amalias Weigerung und der Ächtung ihrer Familie über die Macht des Schlosses?
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