Werk · John Stuart Mill

Die Hörigkeit der Frau

Mill argumentiert, dass die rechtliche Unterordnung des einen Geschlechts unter das andere an sich falsch und eines der Haupthindernisse menschlicher Verbesserung ist; an ihre Stelle soll vollkommene Gleichheit treten. Er untersucht das Eherecht, Behauptungen über eine feste weibliche Natur und den Ausschluss der Frauen von Bildung, Berufen und Wahlrecht.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

1861 verfasst und 1869 nach seiner parlamentarischen Kampagne für das Frauenwahlrecht veröffentlicht, stützt sich der Essay auf Gespräche mit Harriet Taylor und Helen Taylor, deren Beitrag Mill anerkannte. Harriet Taylors eigener Essay The Enfranchisement of Women war bereits 1851 erschienen.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Gewohnheit

    Die allgemeine Hinnahme einer Hierarchie beweist nichts über ihre Gerechtigkeit, solange keine Alternative je fair erprobt werden durfte.

  2. 02

    Natur

    Was man die Natur der Frauen nennt, ist weitgehend ein künstliches Erzeugnis von Erziehung, Zwang und Umständen.

  3. 03

    Ehe

    Eine Rechtsordnung, die Ehefrauen ihren Männern unterwirft, verdirbt beide Partner und verhindert eine Beziehung unter Gleichen.

03 / Die Gedanken vertiefen

Die Gedanken vertiefen

Für Gleichheit argumentieren

Untersuchen Sie, wie Die Hörigkeit der Frau Gewohnheit, Behauptungen über die Natur und das Eherecht ihrer Zeit angreift.

Den Text einordnen

1861 verfasst und 1869 nach seiner parlamentarischen Kampagne für das Frauenwahlrecht veröffentlicht, stützt sich der Essay auf Gespräche mit Harriet Taylor und Helen Taylor, deren Beitrag Mill anerkannte. Harriet Taylors eigener Essay The Enfranchisement of Women war bereits 1851 erschienen. Mill argumentiert, dass die rechtliche Unterordnung des einen Geschlechts unter das andere an sich falsch und eines der Haupthindernisse menschlicher Verbesserung ist; an ihre Stelle soll vollkommene Gleichheit treten. Er untersucht das Eherecht, Behauptungen über eine feste weibliche Natur und den Ausschluss der Frauen von Bildung, Berufen und Wahlrecht.

Den Argumenten folgen

Gewohnheit : Die allgemeine Hinnahme einer Hierarchie beweist nichts über ihre Gerechtigkeit, solange keine Alternative je fair erprobt werden durfte. Natur : Was man die Natur der Frauen nennt, ist weitgehend ein künstliches Erzeugnis von Erziehung, Zwang und Umständen. Ehe : Eine Rechtsordnung, die Ehefrauen ihren Männern unterwirft, verdirbt beide Partner und verhindert eine Beziehung unter Gleichen.

Weiterlesen

Beginnen Sie mit dem ersten Kapitel über die Gewohnheit und vergleichen Sie dann Mills Plädoyer für gleiche Rechte mit den konservativeren Passagen zur häuslichen Arbeitsteilung. 1861 verfasst und 1869 nach seiner parlamentarischen Kampagne für das Frauenwahlrecht veröffentlicht, stützt sich der Essay auf Gespräche mit Harriet Taylor und Helen Taylor, deren Beitrag Mill anerkannte. Harriet Taylors eigener Essay The Enfranchisement of Women war bereits 1851 erschienen.

Fragen für die weitere Lektüre

  • Wie antwortet Mill auf die Behauptung, eine alte Gewohnheit müsse natürlich sein?
  • Welche Teile seiner Argumentation bleiben an die Annahmen seiner Zeit gebunden?

Mill macht aus dem Fehlen von Belegen über die Fähigkeiten der Frauen ein Argument für die Freiheit, es zu versuchen.

Mit einem Leitfaden lesen
04 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Beginnen Sie mit dem ersten Kapitel über die Gewohnheit und vergleichen Sie dann Mills Plädoyer für gleiche Rechte mit den konservativeren Passagen zur häuslichen Arbeitsteilung.

05 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

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