Der Kanon der Medizin
Diese medizinische Enzyklopädie ordnet das Wissen des Hippokrates, Galens und der Ärzte der islamischen Welt in fünf Büchern: allgemeine Grundsätze der Physiologie, Hygiene und Therapie; einfache Heilmittel; die Krankheiten der einzelnen Organe vom Kopf bis zum Fuß; Leiden, die den ganzen Körper betreffen, etwa Fieber; schließlich zusammengesetzte Arzneien.
Den Text verstehen
In Dschurdschan um 1012 begonnen und in Rayy und Hamadan fortgesetzt, wurde der Kanon im zwölften Jahrhundert in Toledo von Gerhard von Cremona ins Lateinische übersetzt. Ab 1473 lateinisch und 1593 in Rom arabisch gedruckt, blieb er bis ins siebzehnte Jahrhundert ein Lehrbuch europäischer Universitäten.
Die Kerngedanken
- 01
Temperament
Gesundheit ist das rechte Gleichgewicht von Temperament und Säften eines jeden Körpers, das der Arzt an Zeichen wie Puls, Harn und Hautfarbe abliest.
- 02
Heilmittel prüfen
Das zweite Buch nennt Bedingungen für die Prüfung eines Arzneimittels: ein reiner Stoff, eine einfache Krankheit, wiederholte Versuche und Wirkungen, die am Menschen beobachtet und nicht vom Tier erschlossen werden.
- 03
Theorie und Praxis
Die Medizin übernimmt ihre Prinzipien aus der Naturphilosophie, ohne sie zu beweisen, und auch ihr praktischer Teil ist eine Form des Wissens, die anleitet, Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen.
Die Gedanken vertiefen
Medizin als Wissenschaft
Untersuchen Sie, wie der Kanon die Medizin definiert, das Wissen vom Körper von den Prinzipien bis zu den Einzelfällen ordnet und Regeln für die Prüfung von Heilmitteln aufstellt.
Den Text einordnen
In Dschurdschan um 1012 begonnen und in Rayy und Hamadan fortgesetzt, wurde der Kanon im zwölften Jahrhundert in Toledo von Gerhard von Cremona ins Lateinische übersetzt. Ab 1473 lateinisch und 1593 in Rom arabisch gedruckt, blieb er bis ins siebzehnte Jahrhundert ein Lehrbuch europäischer Universitäten. Diese medizinische Enzyklopädie ordnet das Wissen des Hippokrates, Galens und der Ärzte der islamischen Welt in fünf Büchern: allgemeine Grundsätze der Physiologie, Hygiene und Therapie; einfache Heilmittel; die Krankheiten der einzelnen Organe vom Kopf bis zum Fuß; Leiden, die den ganzen Körper betreffen, etwa Fieber; schließlich zusammengesetzte Arzneien.
Den Argumenten folgen
Temperament : Gesundheit ist das rechte Gleichgewicht von Temperament und Säften eines jeden Körpers, das der Arzt an Zeichen wie Puls, Harn und Hautfarbe abliest. Heilmittel prüfen : Das zweite Buch nennt Bedingungen für die Prüfung eines Arzneimittels: ein reiner Stoff, eine einfache Krankheit, wiederholte Versuche und Wirkungen, die am Menschen beobachtet und nicht vom Tier erschlossen werden. Theorie und Praxis : Die Medizin übernimmt ihre Prinzipien aus der Naturphilosophie, ohne sie zu beweisen, und auch ihr praktischer Teil ist eine Form des Wissens, die anleitet, Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen.
Weiterlesen
Lesen Sie die Definition der Medizin und die Kapitel über die Temperamente im ersten Buch, dann die Regeln zur Arzneiprüfung im zweiten, und behandeln Sie das Ganze als historische Quelle, nicht als medizinischen Rat. In Dschurdschan um 1012 begonnen und in Rayy und Hamadan fortgesetzt, wurde der Kanon im zwölften Jahrhundert in Toledo von Gerhard von Cremona ins Lateinische übersetzt. Ab 1473 lateinisch und 1593 in Rom arabisch gedruckt, blieb er bis ins siebzehnte Jahrhundert ein Lehrbuch europäischer Universitäten.
Fragen für die weitere Lektüre
- Was übernimmt der Arzt aus der Naturphilosophie, und was muss er aus der Erfahrung lernen?
- Welche Bedingungen für die Prüfung eines Arzneimittels erscheinen noch stichhaltig, und welche hängen von der Temperamentenlehre ab?
Der Kanon behandelt die Medizin als geordnete Wissenschaft, die überlieferte Theorie mit sorgfältiger Beobachtung und wiederholter Erprobung verbindet.
Hinweise zur Lektüre
Lesen Sie die Definition der Medizin und die Kapitel über die Temperamente im ersten Buch, dann die Regeln zur Arzneiprüfung im zweiten, und behandeln Sie das Ganze als historische Quelle, nicht als medizinischen Rat.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode →