Epinomis
Mit den Gesprächspartnern der Gesetze fragt die Schrift, welche Bildung Menschen wirklich weise mache. Nützliche Alltagskünste genügen nicht; Zahlenerkenntnis und geordnete Himmelsbewegungen werden zum Mittelpunkt einer religiösen Philosophie.
Den Text verstehen
Schon antik häufig Philipp von Opus zugeschrieben, gilt das Werk meist als frühes akademisches Ergänzungsstück statt als sicher von Platon verfasste Fortsetzung.
Die Kerngedanken
- 01
Weisheit und Nutzen
Lebensnotwendige Handwerke erklären nicht von selbst die höchste menschliche Einsicht und deren Beziehung zum Glück.
- 02
Zahl und Astronomie
Mathematische Ordnung führt über praktisches Rechnen hinaus zur Verbindung von verständlicher Kosmosbewegung und geistiger Bildung.
- 03
Himmlische Religion
Gestirne und Zwischenwesen bilden eine theologische Rangordnung mit anderem Schwerpunkt als die vorausgehende bürgerliche Gesetzgebung.
Hinweise zur Lektüre
Lesen Sie nach Gesetze X und XII und vergleichen Sie Lehrplan und Göttlichkeit. Halten Sie die Verfasserfrage der Ergänzung von Aussagen über Platons eigene letzte Position getrennt.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗