Werk · Platon

Hippias minor

Der Streit, ob Achilleus oder Odysseus der bessere Held sei, führt Sokrates und Hippias zu Wahrhaftigkeit, Können und freiwilligem Unrecht. Das Argument endet bei der verstörenden Vorstellung, der bessere Handelnde könne absichtlich falsch handeln.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

Sokrates behandelt das Ergebnis selbst als schwer annehmbare Ratlosigkeit. Es als Täuschungsrat zu lesen verfehlt die Prüfung des Modells von Tugend als Fachkönnen.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Wahrheit und Täuschung

    Wer richtig antworten kann, vermag auch irrezuführen; wahrhaftige und täuschende Sachkunde unterscheiden sich daher nicht allein durch Fähigkeit.

  2. 02

    Absichtlicher Fehler

    In Lauf, Rechnung und Körperleistung kann gewolltes Scheitern größeres Können zeigen als ein Fehler aus Unvermögen.

  3. 03

    Tugend als Technik

    Auf Gerechtigkeit übertragen erzeugt dieses Muster ein Paradox und legt Annahmen über moralische Tüchtigkeit als technische Fähigkeit offen.

03 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Unterscheiden Sie lügen zu können von Unehrlichkeit. Suchen Sie die Stelle, an der technische Beispiele auf Charakter und Verantwortung übertragen werden.

04 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

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