Eine Woche auf dem Concord und dem Merrimack
Thoreau erzählt eine Bootsreise mit seinem Bruder John im Jahr 1839, geordnet in sieben Tage auf dem Wasser von einem Samstag bis zum folgenden Freitag, obwohl die wirkliche Reise etwa zwei Wochen dauerte. Um die Erzählung legt er Essays über Freundschaft, Dichtung, Religion, Lokalgeschichte und Fische, Zitate aus vielen Überlieferungen und eigene Verse.
Den Text verstehen
Größtenteils am Walden Pond geschrieben und 1849 auf Kosten des Autors veröffentlicht, ist das Buch auch eine Elegie auf John, der 1842 gestorben war. Es verkaufte sich schlecht: 1853 schickte der Verleger mehr als siebenhundert unverkaufte Exemplare zurück, und Thoreau spottete über seine Bibliothek, die er größtenteils selbst geschrieben habe.
Die Kerngedanken
- 01
Freundschaft
Ein langer Exkurs im Mittwochskapitel behandelt Freundschaft als anspruchsvolles Ideal, das Nähe und Abstand zugleich verlangt.
- 02
Religion
Die Kapitel zu Sonntag und Montag stellen die christliche Schrift neben hinduistische und andere heilige Texte und kritisieren enge Frömmigkeit, was manche Leser empörte.
- 03
Flüsse und Geschichte
Dämme, die wandernde Fische aufhalten, Kanäle und Erinnerungen an Grenzkriege machen die Flüsse zu einem Archiv der Kolonialgeschichte und einer veränderten Landschaft.
Die Gedanken vertiefen
Reise, Freundschaft und Trauer
Lesen Sie die Flussreise als Elegie auf John und als Werkstatt jener abschweifenden Essayform, die Walden später verfeinern sollte.
Den Text einordnen
Größtenteils am Walden Pond geschrieben und 1849 auf Kosten des Autors veröffentlicht, ist das Buch auch eine Elegie auf John, der 1842 gestorben war. Es verkaufte sich schlecht: 1853 schickte der Verleger mehr als siebenhundert unverkaufte Exemplare zurück, und Thoreau spottete über seine Bibliothek, die er größtenteils selbst geschrieben habe. Thoreau erzählt eine Bootsreise mit seinem Bruder John im Jahr 1839, geordnet in sieben Tage auf dem Wasser von einem Samstag bis zum folgenden Freitag, obwohl die wirkliche Reise etwa zwei Wochen dauerte. Um die Erzählung legt er Essays über Freundschaft, Dichtung, Religion, Lokalgeschichte und Fische, Zitate aus vielen Überlieferungen und eigene Verse.
Den Argumenten folgen
Freundschaft : Ein langer Exkurs im Mittwochskapitel behandelt Freundschaft als anspruchsvolles Ideal, das Nähe und Abstand zugleich verlangt. Religion : Die Kapitel zu Sonntag und Montag stellen die christliche Schrift neben hinduistische und andere heilige Texte und kritisieren enge Frömmigkeit, was manche Leser empörte. Flüsse und Geschichte : Dämme, die wandernde Fische aufhalten, Kanäle und Erinnerungen an Grenzkriege machen die Flüsse zu einem Archiv der Kolonialgeschichte und einer veränderten Landschaft.
Weiterlesen
Folgen Sie zuerst dem Rahmen der sieben Tage, lesen Sie dann den Mittwochsessay über Freundschaft und vergleichen Sie die abschweifende Form des Buches mit der strafferen Anlage von Walden. Größtenteils am Walden Pond geschrieben und 1849 auf Kosten des Autors veröffentlicht, ist das Buch auch eine Elegie auf John, der 1842 gestorben war. Es verkaufte sich schlecht: 1853 schickte der Verleger mehr als siebenhundert unverkaufte Exemplare zurück, und Thoreau spottete über seine Bibliothek, die er größtenteils selbst geschrieben habe.
Fragen für die weitere Lektüre
- Wie prägt Johns Tod die Erzählung der Reise, selbst dort, wo er nicht genannt wird?
- Was fügen die Exkurse über Freundschaft, Dichtung und heilige Schriften hinzu, das einem bloßen Reisebericht fehlen würde?
Die Woche zeigt, wie Thoreau lernt, Beobachtung, Erinnerung und Nachdenken in einer einzigen Prosa zu verbinden.
Hinweise zur Lektüre
Folgen Sie zuerst dem Rahmen der sieben Tage, lesen Sie dann den Mittwochsessay über Freundschaft und vergleichen Sie die abschweifende Form des Buches mit der strafferen Anlage von Walden.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗