Werk · Christine de Pizan

Das Buch vom politischen Körper

Ein Fürstenspiegel in drei Teilen: Erziehung und Tugenden des Fürsten, Verhalten von Rittern und Adligen, dann die Pflichten des Volkes, von Geistlichen und Studenten bis zu Kaufleuten, Handwerkern und Bauern. Das Reich ist nur gesund, wenn jeder Stand mit den anderen verbunden bleibt und keiner verachtet wird.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

Zwischen 1404 und 1407 für den Dauphin Ludwig von Guyenne verfasst, übernimmt es die Körpermetapher aus dem Policraticus des Johannes von Salisbury und veranschaulicht sie mit Beispielen aus Valerius Maximus. Eine englische Übersetzung wurde 1521 gedruckt.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Haupt

    Der Fürst soll gebildet, maßvoll und gerecht sein, sein Volk lieben wie der Hirte seine Herde und ruinöse Steuern vermeiden.

  2. 02

    Arme und Hände

    Ritter und Adlige verteidigen das Reich mit Mut und Treue, halten ihre Eide und schonen die Wehrlosen.

  3. 03

    Bauch und Füße

    Kaufleute, Handwerker und Bauern tragen den ganzen Körper, und der Klerus gehört zum Volk, statt dessen Seele zu sein.

03 / Die Gedanken vertiefen

Die Gedanken vertiefen

Haupt und Glieder

Untersuchen Sie, wie das Buch vom politischen Körper Fürst, Adel und Volk durch wechselseitige Pflichten verbindet.

Den Text einordnen

Zwischen 1404 und 1407 für den Dauphin Ludwig von Guyenne verfasst, übernimmt es die Körpermetapher aus dem Policraticus des Johannes von Salisbury und veranschaulicht sie mit Beispielen aus Valerius Maximus. Eine englische Übersetzung wurde 1521 gedruckt. Ein Fürstenspiegel in drei Teilen: Erziehung und Tugenden des Fürsten, Verhalten von Rittern und Adligen, dann die Pflichten des Volkes, von Geistlichen und Studenten bis zu Kaufleuten, Handwerkern und Bauern. Das Reich ist nur gesund, wenn jeder Stand mit den anderen verbunden bleibt und keiner verachtet wird.

Den Argumenten folgen

Haupt : Der Fürst soll gebildet, maßvoll und gerecht sein, sein Volk lieben wie der Hirte seine Herde und ruinöse Steuern vermeiden. Arme und Hände : Ritter und Adlige verteidigen das Reich mit Mut und Treue, halten ihre Eide und schonen die Wehrlosen. Bauch und Füße : Kaufleute, Handwerker und Bauern tragen den ganzen Körper, und der Klerus gehört zum Volk, statt dessen Seele zu sein.

Weiterlesen

Lesen Sie die ersten Kapitel über den jungen Fürsten zusammen mit dem dritten Teil über das Volk und achten Sie darauf, wo Pflichten zur Warnung an die Herrschenden werden. Zwischen 1404 und 1407 für den Dauphin Ludwig von Guyenne verfasst, übernimmt es die Körpermetapher aus dem Policraticus des Johannes von Salisbury und veranschaulicht sie mit Beispielen aus Valerius Maximus. Eine englische Übersetzung wurde 1521 gedruckt.

Fragen für die weitere Lektüre

  • Was rechtfertigt die Körpermetapher, und was verbietet sie dem Fürsten?
  • Warum widmet Christine Kaufleuten und Bauern so viel Aufmerksamkeit in einem Buch für einen künftigen König?

Das organische Bild macht Rangordnung zur Frage gegenseitiger Verpflichtung: Schlechte Herrschaft verletzt den eigenen Körper des Herrschers.

Mit einem Leitfaden lesen
04 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Lesen Sie die ersten Kapitel über den jungen Fürsten zusammen mit dem dritten Teil über das Volk und achten Sie darauf, wo Pflichten zur Warnung an die Herrschenden werden.

05 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

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1405

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