Gitanjali: Liedopfer
In 103 kurzen Prosagedichten wendet sich eine Stimme an eine göttliche Gegenwart, der sie im Alltag, in der Natur, in Arbeit, Warten und Tod begegnet. Frömmigkeit ist hier keine Weltflucht: Die Gedichte suchen Gott bei den Arbeitenden, im Wechsel der Jahreszeiten und in der Freiheit eines furchtlosen Geistes.
Den Text verstehen
Tagore schuf diese englischen Prosafassungen 1912 selbst und wählte dafür Gedichte aus dem bengalischen Gitanjali von 1910 und aus anderen Sammlungen. Mit einer Einleitung von W. B. Yeats in London veröffentlicht, führte das Buch zum Nobelpreis von 1913; sein Englisch ist freier und schlichter als die gereimten bengalischen Lieder.
Die Kerngedanken
- 01
Göttliche Gegenwart
Gott wird als Geliebter, Freund, König und Gast angesprochen, dem man in der Welt und nicht jenseits von ihr begegnet.
- 02
Arbeit und Demut
Gedicht 11 schickt den Betenden aus dem verschlossenen Tempel zum Pflüger und zum Steinklopfer am Weg, wo das Göttliche die menschliche Mühe teilt.
- 03
Freiheit des Geistes
Gedicht 35 entwirft ein Land, in dem das Wissen frei und der Geist ohne Furcht ist, und verbindet geistliches mit bürgerlichem Erwachen.
Die Gedanken vertiefen
Hingabe im Alltag
Verfolgen Sie, wie Gitanjali Hingabe, alltägliche Arbeit, Natur und Freiheit des Geistes in kurzen Prosagedichten verbindet.
Den Text einordnen
Tagore schuf diese englischen Prosafassungen 1912 selbst und wählte dafür Gedichte aus dem bengalischen Gitanjali von 1910 und aus anderen Sammlungen. Mit einer Einleitung von W. B. Yeats in London veröffentlicht, führte das Buch zum Nobelpreis von 1913; sein Englisch ist freier und schlichter als die gereimten bengalischen Lieder. In 103 kurzen Prosagedichten wendet sich eine Stimme an eine göttliche Gegenwart, der sie im Alltag, in der Natur, in Arbeit, Warten und Tod begegnet. Frömmigkeit ist hier keine Weltflucht: Die Gedichte suchen Gott bei den Arbeitenden, im Wechsel der Jahreszeiten und in der Freiheit eines furchtlosen Geistes.
Den Argumenten folgen
Göttliche Gegenwart : Gott wird als Geliebter, Freund, König und Gast angesprochen, dem man in der Welt und nicht jenseits von ihr begegnet. Arbeit und Demut : Gedicht 11 schickt den Betenden aus dem verschlossenen Tempel zum Pflüger und zum Steinklopfer am Weg, wo das Göttliche die menschliche Mühe teilt. Freiheit des Geistes : Gedicht 35 entwirft ein Land, in dem das Wissen frei und der Geist ohne Furcht ist, und verbindet geistliches mit bürgerlichem Erwachen.
Weiterlesen
Lesen Sie einige Gedichte langsam und laut und vergleichen Sie eines mit einer modernen Übersetzung aus dem Bengalischen, um zu sehen, was Tagores eigenes Englisch vereinfacht. Tagore schuf diese englischen Prosafassungen 1912 selbst und wählte dafür Gedichte aus dem bengalischen Gitanjali von 1910 und aus anderen Sammlungen. Mit einer Einleitung von W. B. Yeats in London veröffentlicht, führte das Buch zum Nobelpreis von 1913; sein Englisch ist freier und schlichter als die gereimten bengalischen Lieder.
Fragen für die weitere Lektüre
- Wo sucht die Stimme in Gitanjali das Göttliche, und wo weigert sie sich, es zu suchen?
- Was ändert sich, wenn ein religiöses Gedicht als Ruf nach bürgerlicher Freiheit gelesen wird?
Tagores Hingabe wendet sich der Welt zu: Das Göttliche begegnet in Arbeit, Natur und in der Freiheit der anderen.
Hinweise zur Lektüre
Lesen Sie einige Gedichte langsam und laut und vergleichen Sie eines mit einer modernen Übersetzung aus dem Bengalischen, um zu sehen, was Tagores eigenes Englisch vereinfacht.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗