Verbrechen und Strafe
Rodion Raskolnikow, ein verarmter ehemaliger Student in Sankt Petersburg, erschlägt eine alte Pfandleiherin und, ungeplant, auch ihre Schwester Lisaweta. Der Roman folgt seinem Fieber, seinem Duell mit dem Untersuchungsrichter Porfiri Petrowitsch und seiner Bindung an Sonja Marmeladowa bis zum Geständnis und zur Verurteilung zur Zwangsarbeit in Sibirien.
Den Text verstehen
1866 als Fortsetzungsroman im Russki Westnik erschienen und für die Buchausgabe von 1867 überarbeitet, antwortet der Roman auf Debatten über utilitaristisches Kalkül, Armut und die radikalen „neuen Menschen“, die Tschernyschewski feierte; auf Deutsch war er lange als Schuld und Sühne bekannt. Der viel diskutierte Epilog skizziert eher eine langsame Auferstehung durch Liebe als eine vollendete Bekehrung.
Die Kerngedanken
- 01
Außergewöhnliche Menschen
Raskolnikows Artikel behauptet, ein Napoleon dürfe um einer Idee willen moralische Schranken überschreiten; der Roman prüft diese Theorie an ihren Folgen.
- 02
Arithmetik des Mordes
Ein im Wirtshaus belauschter Student meint, der Tod einer schädlichen Alten würde hundert Leben retten, und macht Ethik zur einfachen Rechenaufgabe.
- 03
Lazarus
Sonjas Lesung von der Auferweckung des Lazarus und ihr Ruf zum Geständnis öffnen einen Weg, den die Theorie nicht erfassen kann.
Die Gedanken vertiefen
Eine Theorie auf dem Prüfstand des Lebens
Untersuchen Sie, wie Verbrechen und Strafe Raskolnikows Theorie der außergewöhnlichen Menschen in ein gelebtes Experiment mit unvorhergesehenen Folgen verwandelt.
Den Text einordnen
1866 als Fortsetzungsroman im Russki Westnik erschienen und für die Buchausgabe von 1867 überarbeitet, antwortet der Roman auf Debatten über utilitaristisches Kalkül, Armut und die radikalen „neuen Menschen“, die Tschernyschewski feierte; auf Deutsch war er lange als Schuld und Sühne bekannt. Der viel diskutierte Epilog skizziert eher eine langsame Auferstehung durch Liebe als eine vollendete Bekehrung. Rodion Raskolnikow, ein verarmter ehemaliger Student in Sankt Petersburg, erschlägt eine alte Pfandleiherin und, ungeplant, auch ihre Schwester Lisaweta. Der Roman folgt seinem Fieber, seinem Duell mit dem Untersuchungsrichter Porfiri Petrowitsch und seiner Bindung an Sonja Marmeladowa bis zum Geständnis und zur Verurteilung zur Zwangsarbeit in Sibirien.
Den Argumenten folgen
Außergewöhnliche Menschen : Raskolnikows Artikel behauptet, ein Napoleon dürfe um einer Idee willen moralische Schranken überschreiten; der Roman prüft diese Theorie an ihren Folgen. Arithmetik des Mordes : Ein im Wirtshaus belauschter Student meint, der Tod einer schädlichen Alten würde hundert Leben retten, und macht Ethik zur einfachen Rechenaufgabe. Lazarus : Sonjas Lesung von der Auferweckung des Lazarus und ihr Ruf zum Geständnis öffnen einen Weg, den die Theorie nicht erfassen kann.
Weiterlesen
Verfolgen Sie Raskolnikows wechselnde Gründe für den Mord von Kapitel zu Kapitel und vergleichen Sie seinen veröffentlichten Artikel mit dem, was er tatsächlich durchlebt. 1866 als Fortsetzungsroman im Russki Westnik erschienen und für die Buchausgabe von 1867 überarbeitet, antwortet der Roman auf Debatten über utilitaristisches Kalkül, Armut und die radikalen „neuen Menschen“, die Tschernyschewski feierte; auf Deutsch war er lange als Schuld und Sühne bekannt. Der viel diskutierte Epilog skizziert eher eine langsame Auferstehung durch Liebe als eine vollendete Bekehrung.
Fragen für die weitere Lektüre
- Welche Gründe nennt Raskolnikow für den Mord, und wie verändern sie sich im Verlauf des Romans?
- Welche Rolle spielen Sonja und Porfiri Petrowitsch auf seinem Weg zum Geständnis?
Der Roman widerlegt Raskolnikow weniger durch Argumente als dadurch, dass er zeigt, was seine Idee aus ihm und seinen Mitmenschen macht.
Hinweise zur Lektüre
Verfolgen Sie Raskolnikows wechselnde Gründe für den Mord von Kapitel zu Kapitel und vergleichen Sie seinen veröffentlichten Artikel mit dem, was er tatsächlich durchlebt.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗