Werk · Franz Kafka

Der Process

Am Morgen seines dreißigsten Geburtstags wird Josef K., Prokurist einer Bank, verhaftet, ohne dass man ihm die Anklage nennt, und bleibt dennoch frei, seiner Arbeit nachzugehen. Er wendet sich an Advokaten, Vermittler und Frauen, die mit einem schwer fassbaren Gericht auf den Dachböden von Mietshäusern verbunden sind, bis ihn ein Jahr später zwei Herren aus der Stadt führen und töten.

01 / Kontext & Überlieferung

Den Text verstehen

Kafka schrieb den Roman 1914 und 1915 und ließ ihn unvollendet; Max Brod veröffentlichte ihn 1925, nachdem er die Reihenfolge der Kapitel festgelegt hatte. Die kritische Ausgabe von 1990 folgt der Handschrift, stellt Kafkas Schreibung Der Proceß wieder her und sondert die unvollendeten Kapitel ab.

02 / Die Kerngedanken

Die Kerngedanken

  1. 01

    Verhaftung

    Der erste Satz lässt die Ursache offen: Jemand muss Josef K. verleumdet haben, denn ohne etwas Böses getan zu haben, wird er eines Morgens verhaftet.

  2. 02

    Vermittler

    Der Advokat Huld und der Gerichtsmaler Titorelli schildern ein Verfahren, in dem es wirklichen Freispruch nur in Legenden gibt, sodass scheinbarer Freispruch oder endlose Verschleppung bleiben.

  3. 03

    Parabel

    Im Dom erzählt ein Gefängniskaplan die Geschichte vom Türhüter vor dem Gesetz und erörtert dann mit K. ihre widersprüchlichen Auslegungen.

03 / Die Gedanken vertiefen

Die Gedanken vertiefen

Das Gericht und seine Parabel lesen

Untersuchen Sie Verhaftung, Vermittler und Türhüterparabel im Process und behalten Sie dabei seinen unvollendeten Zustand im Blick.

Den Text einordnen

Kafka schrieb den Roman 1914 und 1915 und ließ ihn unvollendet; Max Brod veröffentlichte ihn 1925, nachdem er die Reihenfolge der Kapitel festgelegt hatte. Die kritische Ausgabe von 1990 folgt der Handschrift, stellt Kafkas Schreibung Der Proceß wieder her und sondert die unvollendeten Kapitel ab. Am Morgen seines dreißigsten Geburtstags wird Josef K., Prokurist einer Bank, verhaftet, ohne dass man ihm die Anklage nennt, und bleibt dennoch frei, seiner Arbeit nachzugehen. Er wendet sich an Advokaten, Vermittler und Frauen, die mit einem schwer fassbaren Gericht auf den Dachböden von Mietshäusern verbunden sind, bis ihn ein Jahr später zwei Herren aus der Stadt führen und töten.

Den Argumenten folgen

Verhaftung : Der erste Satz lässt die Ursache offen: Jemand muss Josef K. verleumdet haben, denn ohne etwas Böses getan zu haben, wird er eines Morgens verhaftet. Vermittler : Der Advokat Huld und der Gerichtsmaler Titorelli schildern ein Verfahren, in dem es wirklichen Freispruch nur in Legenden gibt, sodass scheinbarer Freispruch oder endlose Verschleppung bleiben. Parabel : Im Dom erzählt ein Gefängniskaplan die Geschichte vom Türhüter vor dem Gesetz und erörtert dann mit K. ihre widersprüchlichen Auslegungen.

Weiterlesen

Beginnen Sie mit der Verhaftung und dem Kapitel im Dom und prüfen Sie dann, welche Kapitel Ihre Ausgabe als unvollendet kennzeichnet, bevor Sie über das Ganze urteilen. Kafka schrieb den Roman 1914 und 1915 und ließ ihn unvollendet; Max Brod veröffentlichte ihn 1925, nachdem er die Reihenfolge der Kapitel festgelegt hatte. Die kritische Ausgabe von 1990 folgt der Handschrift, stellt Kafkas Schreibung Der Proceß wieder her und sondert die unvollendeten Kapitel ab.

Fragen für die weitere Lektüre

  • Was lässt der erste Satz unerklärt, und wem scheint dieses Schweigen zu nützen?
  • Klärt die Auslegung des Geistlichen die Parabel, oder zeigt sie, warum sie sich nicht abschließen lässt?

Im Process erscheint das Gesetz weniger als Kodex denn als Verhältnis von Warten, Auslegung und Selbstanklage.

Mit einem Leitfaden lesen
04 / Hinweise zur Lektüre

Hinweise zur Lektüre

Beginnen Sie mit der Verhaftung und dem Kapitel im Dom und prüfen Sie dann, welche Kapitel Ihre Ausgabe als unvollendet kennzeichnet, bevor Sie über das Ganze urteilen.

05 / Ausgaben & Quellen

Ausgaben & Quellen

Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗

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