Tractatus logico-philosophicus
In knappen, nummerierten Sätzen entwickelt der Tractatus, wie Sprache die Welt darstellen kann: Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, der Satz ist ein logisches Bild einer möglichen Sachlage, und die Logik zeigt die Form, die Sprache und Welt gemeinsam haben. Ethik, Ästhetik und der Sinn des Lebens liegen außerhalb des Sagbaren; am Ende erklärt das Buch seine eigenen Sätze für unsinnig, eine Leiter, die man wegwirft, nachdem man auf ihr hinaufgestiegen ist.
Den Text verstehen
In Notizbüchern entworfen, die Wittgenstein ab 1914 im österreichisch-ungarischen Heer führte, und 1918 abgeschlossen, erschien das Werk 1921 auf Deutsch und 1922 in einer zweisprachigen Ausgabe mit einer Einleitung Bertrand Russells, die Wittgenstein für ein Missverständnis hielt. Es blieb das einzige philosophische Buch, das er veröffentlichte. Umstritten ist bis heute, ob sein Unsinn unaussprechliche Einsichten vermittelt oder sich vollständig selbst aufheben soll.
Die Kerngedanken
- 01
Bildtheorie
Der Satz stellt eine mögliche Sachlage dar, indem er ihre logische Form teilt; er ist wahr, wenn die Sachlage besteht, und falsch, wenn sie nicht besteht.
- 02
Sagen und Zeigen
Die logische Form lässt sich nicht durch einen weiteren Satz aussagen; sie zeigt sich im Bau der sinnvollen Sätze, die wir tatsächlich gebrauchen.
- 03
Grenzen der Sprache
Was jenseits der Grenzen des Sinns liegt, Wert und Mystisches, wird nicht geleugnet, sondern verschwiegen, wie es der letzte Satz verlangt.
Die Gedanken vertiefen
Die Grenzen der Sprache
Folgen Sie den nummerierten Sätzen des Tractatus von Tatsachen und Bildern bis zum Schweigen seiner letzten Zeile.
Den Text einordnen
In Notizbüchern entworfen, die Wittgenstein ab 1914 im österreichisch-ungarischen Heer führte, und 1918 abgeschlossen, erschien das Werk 1921 auf Deutsch und 1922 in einer zweisprachigen Ausgabe mit einer Einleitung Bertrand Russells, die Wittgenstein für ein Missverständnis hielt. Es blieb das einzige philosophische Buch, das er veröffentlichte. Umstritten ist bis heute, ob sein Unsinn unaussprechliche Einsichten vermittelt oder sich vollständig selbst aufheben soll. In knappen, nummerierten Sätzen entwickelt der Tractatus, wie Sprache die Welt darstellen kann: Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, der Satz ist ein logisches Bild einer möglichen Sachlage, und die Logik zeigt die Form, die Sprache und Welt gemeinsam haben. Ethik, Ästhetik und der Sinn des Lebens liegen außerhalb des Sagbaren; am Ende erklärt das Buch seine eigenen Sätze für unsinnig, eine Leiter, die man wegwirft, nachdem man auf ihr hinaufgestiegen ist.
Den Argumenten folgen
Bildtheorie : Der Satz stellt eine mögliche Sachlage dar, indem er ihre logische Form teilt; er ist wahr, wenn die Sachlage besteht, und falsch, wenn sie nicht besteht. Sagen und Zeigen : Die logische Form lässt sich nicht durch einen weiteren Satz aussagen; sie zeigt sich im Bau der sinnvollen Sätze, die wir tatsächlich gebrauchen. Grenzen der Sprache : Was jenseits der Grenzen des Sinns liegt, Wert und Mystisches, wird nicht geleugnet, sondern verschwiegen, wie es der letzte Satz verlangt.
Weiterlesen
Lesen Sie zuerst die sieben Hauptsätze, steigen Sie dann in die dezimal nummerierten Erläuterungen hinab und behalten Sie Vorwort und Schlussbemerkungen von 6.4 bis 7 als Rahmen des Ganzen im Blick. In Notizbüchern entworfen, die Wittgenstein ab 1914 im österreichisch-ungarischen Heer führte, und 1918 abgeschlossen, erschien das Werk 1921 auf Deutsch und 1922 in einer zweisprachigen Ausgabe mit einer Einleitung Bertrand Russells, die Wittgenstein für ein Missverständnis hielt. Es blieb das einzige philosophische Buch, das er veröffentlichte. Umstritten ist bis heute, ob sein Unsinn unaussprechliche Einsichten vermittelt oder sich vollständig selbst aufheben soll.
Fragen für die weitere Lektüre
- Wie teilt ein Bild seine Form mit dem, was es darstellt?
- Warum nennt das Buch seine eigenen Sätze unsinnig, und was folgt daraus für seine Leser?
Ein sinnvoller Satz bildet eine mögliche Tatsache ab; was dieses Abbilden möglich macht, kann sich nur zeigen.
Hinweise zur Lektüre
Lesen Sie zuerst die sieben Hauptsätze, steigen Sie dann in die dezimal nummerierten Erläuterungen hinab und behalten Sie Vorwort und Schlussbemerkungen von 6.4 bis 7 als Rahmen des Ganzen im Blick.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗