Virginia WoolfLiterarische Moderne · feministischer EssayLEKTÜRELEITFADEN · Zur Vertiefung · 13 Min.

Für sich selbst lesen

Nutzen Sie Der gewöhnliche Leser und „Modern Fiction“, um ein freies, aufmerksames Lesen zu üben, das zu eigenen Urteilen findet.

Eine eigens verfasste Einführung. Dieser Leitfaden begleitet die Lektüre des Werks; er ist weder dessen vollständiger Text noch eine Übersetzung.

01 /

Den Text einordnen

1925 erschienen, im selben Frühjahr wie Mrs Dalloway, versammelt und überarbeitet der Band Texte, die zuerst für das Times Literary Supplement und andere Zeitschriften entstanden; eine zweite Folge kam 1932 heraus. Der Essay „Modern Fiction“, zuerst 1919 geschrieben, kritisiert den ‚materialistischen‘ Roman von Wells, Bennett und Galsworthy. Diese erste Essaysammlung entlehnt ihren Titel Samuel Johnson: Der gewöhnliche Leser liest zu seinem Vergnügen, nicht um andere zu belehren oder ihre Meinungen zu berichtigen. Woolf bewegt sich von den Paston-Briefen, der griechischen Tragödie und Montaigne zu Jane Austen, George Eliot, den russischen Romanciers und der Gegenwartsliteratur und gewinnt ihre Urteile aus aufmerksamer Lektüre.

02 /

Den Argumenten folgen

Leser statt Kritiker : Woolf schätzt einen Leser, der weniger gelehrt ist als Kritiker oder Gelehrte, aber aus Bruchstücken und Eindrücken ein Gesamtbild eines Autors oder einer Epoche zusammensetzt. Das Leben als leuchtender Hof : „Modern Fiction“ fordert die Romanciers auf, konventionelle Handlungen hinter sich zu lassen und einen gewöhnlichen Geist an einem gewöhnlichen Tag festzuhalten, während Eindrücke wie Atome niederfallen. Leben der Unbekannten : Mehrere Essays holen vergessene Briefschreiber, Tagebuchschreiberinnen und Frauen wie Margaret Cavendish oder Laetitia Pilkington zurück und prüfen, wie die Literaturgeschichte entscheidet, wer erinnert wird.

03 /

Weiterlesen

Beginnen Sie mit dem kurzen Titelessay und „Modern Fiction“, und lesen Sie dann „On Not Knowing Greek“ oder „Montaigne“, um zu sehen, wie Woolf Autoren liest, die Sprache und Zeit von ihr trennen. 1925 erschienen, im selben Frühjahr wie Mrs Dalloway, versammelt und überarbeitet der Band Texte, die zuerst für das Times Literary Supplement und andere Zeitschriften entstanden; eine zweite Folge kam 1932 heraus. Der Essay „Modern Fiction“, zuerst 1919 geschrieben, kritisiert den ‚materialistischen‘ Roman von Wells, Bennett und Galsworthy.

Ein Gedanke zum Mitnehmen.

Das Urteil eines Lesers wächst aus Aufmerksamkeit, Vergleich und Vergnügen, nicht aus überlieferten Regeln.

Jetzt bist du am Zug.

  1. Was unterscheidet im Titelessay den gewöhnlichen Leser vom Kritiker und vom Gelehrten?
  2. Welche Romankonventionen weist „Modern Fiction“ zurück, und was setzt der Essay an ihre Stelle?
In meinem Notizbuch weiterdenken

Deine Auswahl und dein Fortschritt bleiben in diesem Browser.

Die Bibliothek durchsuchen

Beginne mit einem Namen, einer Frage oder einer Idee.

Die Suche umfasst diese Sprachausgabe. Ergebnisse öffnen die Originalseite.