Bedeutung und Gebrauch
Prüfen Sie Sprachspiele, Familienähnlichkeit und die Bemerkungen über Regeln an Beispielen aus der Alltagssprache.
Eine eigens verfasste Einführung. Dieser Leitfaden begleitet die Lektüre des Werks; er ist weder dessen vollständiger Text noch eine Übersetzung.
Den Text einordnen
Wittgenstein arbeitete ab 1936 an dem Buch und datierte das Vorwort auf Januar 1945, zog es aber zurück und erlaubte die Veröffentlichung erst nach seinem Tod. Es erschien 1953, herausgegeben von G. E. M. Anscombe und Rush Rhees, mit Anscombes englischer Übersetzung gegenüber dem deutschen Text. Ein späteres Typoskript druckten die Herausgeber als „Teil II“; die Neuausgabe von 2009 durch P. M. S. Hacker und Joachim Schulte nennt es Philosophie der Psychologie – Ein Fragment. Die Untersuchungen beginnen mit Augustinus’ Schilderung, wie ein Kind Wörter lernt, und stellen damit die Vorstellung in Frage, jedes Wort benenne einen Gegenstand. Mit Sprachspielen, Familienähnlichkeit und den Bemerkungen über das Regelfolgen und die Privatsprache vertritt Wittgenstein, dass die Bedeutung eines Wortes in vielen Fällen sein Gebrauch in gemeinsamen Praktiken ist und dass philosophische Probleme entstehen, wenn die Sprache aus ihrer gewöhnlichen Arbeit herausgelöst wird.
Den Argumenten folgen
Sprachspiele : Wörter werden innerhalb von Tätigkeiten wie Befehlen, Beschreiben, Berichten, Raten oder Witzemachen verstanden; keine einzelne Funktion bestimmt die Sprache als Ganze. Regelfolgen : Einer Regel folgen ist eine Praxis, getragen von Abrichtung und Übereinstimmung in den Reaktionen, keine innere Deutung, die jeden künftigen Schritt im Voraus festlegt. Privatsprache : Eine Sprache, deren Wörter sich nur auf die inneren Empfindungen eines einzigen Sprechers bezögen, hätte kein Kriterium richtigen Gebrauchs: Richtig wäre, was immer richtig erscheint.
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Lesen Sie die §§ 1 bis 43 langsam, dann die Bemerkungen über Regeln in den §§ 185 bis 242 und über Empfindungen ab § 243; prüfen Sie jede Bemerkung an einem eigenen Beispiel, statt Thesen herauszulösen. Wittgenstein arbeitete ab 1936 an dem Buch und datierte das Vorwort auf Januar 1945, zog es aber zurück und erlaubte die Veröffentlichung erst nach seinem Tod. Es erschien 1953, herausgegeben von G. E. M. Anscombe und Rush Rhees, mit Anscombes englischer Übersetzung gegenüber dem deutschen Text. Ein späteres Typoskript druckten die Herausgeber als „Teil II“; die Neuausgabe von 2009 durch P. M. S. Hacker und Joachim Schulte nennt es Philosophie der Psychologie – Ein Fragment.
Viele philosophische Rätsel lösen sich, wenn wir beschreiben, wie Wörter tatsächlich gebraucht werden, statt verborgene Wesenheiten zu suchen.
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- In welchem Sprachspiel leistet das Wort, das Sie untersuchen, seine Arbeit?
- Was macht eine Fortsetzung einer Zahlenreihe richtig, wenn nicht eine innere Deutung?
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