Bekenntnisse
In dreizehn an Gott gerichteten Büchern erzählt Augustinus sein Leben von der frühen Kindheit bis zum Tod seiner Mutter Monika und wendet sich dann Gedächtnis, Zeit und dem Anfang der Genesis zu. Bekennen heißt zugleich Schuld eingestehen und Gott loben; die Erzählung wird so auch zur Untersuchung dessen, was ein menschliches Selbst ist.
Den Text verstehen
Um 397–401, zu Beginn seiner Bischofszeit verfasst, zeigt das Werk die Bekehrung als langsamen, unabgeschlossenen Prozess statt als einzelnen Augenblick. Es ist eine rückblickende literarische Rekonstruktion, kein Tagebuch, und die letzten drei Bücher sind eher Schriftauslegung als Autobiographie.
Die Kerngedanken
- 01
Unruhiges Herz
Das Eingangsgebet beschreibt menschliches Verlangen als Suche, die erst in Gott Ruhe findet, und gibt dem ganzen Buch seine suchende Bewegung.
- 02
Gedächtnis
Buch 10 schildert das Gedächtnis als weiten inneren Raum, der Bilder, Fertigkeiten, Gefühle, Vergessenes und sogar das Streben nach Glück birgt.
- 03
Zeit
Buch 11 vertritt, dass Vergangenheit und Zukunft im Geist als Erinnerung und Erwartung bestehen; Zeit wird so zur Ausdehnung der Seele.
Die Gedanken vertiefen
Das Selbst in den Bekenntnissen
Verfolgen Sie, wie die Bekenntnisse eine Lebensgeschichte in eine Untersuchung von Verlangen, Gedächtnis und Zeit verwandeln.
Den Text einordnen
Um 397–401, zu Beginn seiner Bischofszeit verfasst, zeigt das Werk die Bekehrung als langsamen, unabgeschlossenen Prozess statt als einzelnen Augenblick. Es ist eine rückblickende literarische Rekonstruktion, kein Tagebuch, und die letzten drei Bücher sind eher Schriftauslegung als Autobiographie. In dreizehn an Gott gerichteten Büchern erzählt Augustinus sein Leben von der frühen Kindheit bis zum Tod seiner Mutter Monika und wendet sich dann Gedächtnis, Zeit und dem Anfang der Genesis zu. Bekennen heißt zugleich Schuld eingestehen und Gott loben; die Erzählung wird so auch zur Untersuchung dessen, was ein menschliches Selbst ist.
Den Argumenten folgen
Unruhiges Herz : Das Eingangsgebet beschreibt menschliches Verlangen als Suche, die erst in Gott Ruhe findet, und gibt dem ganzen Buch seine suchende Bewegung. Gedächtnis : Buch 10 schildert das Gedächtnis als weiten inneren Raum, der Bilder, Fertigkeiten, Gefühle, Vergessenes und sogar das Streben nach Glück birgt. Zeit : Buch 11 vertritt, dass Vergangenheit und Zukunft im Geist als Erinnerung und Erwartung bestehen; Zeit wird so zur Ausdehnung der Seele.
Weiterlesen
Lesen Sie die Bücher 1, 2 und 8 für die Erzählung, dann die Bücher 10 und 11 für die Philosophie; achten Sie darauf, wo Erzählung in Gebet und Argument übergeht, und nutzen Sie eine nach Buch und Kapitel gezählte Ausgabe. Um 397–401, zu Beginn seiner Bischofszeit verfasst, zeigt das Werk die Bekehrung als langsamen, unabgeschlossenen Prozess statt als einzelnen Augenblick. Es ist eine rückblickende literarische Rekonstruktion, kein Tagebuch, und die letzten drei Bücher sind eher Schriftauslegung als Autobiographie.
Fragen für die weitere Lektüre
- Warum richtet Augustinus seine Erzählung an Gott statt an seine Leser?
- Wie lässt sich Zeit messen, wenn die Vergangenheit nicht mehr und die Zukunft noch nicht ist?
Die Bekenntnisse zeigen durch Gedächtnis und Gebet ein Selbst, das sich selbst nie ganz durchsichtig ist.
Hinweise zur Lektüre
Lesen Sie die Bücher 1, 2 und 8 für die Erzählung, dann die Bücher 10 und 11 für die Philosophie; achten Sie darauf, wo Erzählung in Gebet und Argument übergeht, und nutzen Sie eine nach Buch und Kapitel gezählte Ausgabe.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗