Über die Natur der Dinge
Ein Lehrgedicht in sechs Büchern und rund 7.400 Hexametern, gerichtet an Gaius Memmius. Es entfaltet die epikureische Physik – Atome, Leere, Sterblichkeit der Seele, Wahrnehmung, Entstehung und Untergang der Welten –, damit die Erkenntnis der Natur die Furcht vor den Göttern und vor dem Tod vertreibt.
Den Text verstehen
Wahrscheinlich im Jahrzehnt vor Ciceros Erwähnung Anfang 54 v. Chr. verfasst, wirkt das Gedicht unvollendet: Manche Passagen wiederholen sich, angekündigte Erörterungen fehlen, und Buch 6 bricht mit der Pest in Athen ab. Der Text beruht auf zwei Handschriften des 9. Jahrhunderts.
Die Kerngedanken
- 01
Atome und Leere
Nichts entsteht aus nichts, nichts vergeht ins Nichts; alle Körper sind Verbindungen unteilbarer Teilchen, die sich im leeren Raum bewegen.
- 02
Sterblicher Geist
Geist und Seele sind körperlich, aus feinsten Atomen gebildet, und lösen sich im Tod auf; darum kann der Tod niemandem schaden, der nicht mehr ist.
- 03
Natur ohne Plan
Welten, Lebewesen und menschliche Gesellschaften entstehen aus Zusammenstößen von Atomen und langem Ausprobieren, nicht aus göttlicher Absicht oder Vorsehung.
Die Gedanken vertiefen
Physik gegen die Furcht
Verfolgen Sie, wie Atome, Leere und die Sterblichkeit des Geistes in Über die Natur der Dinge die These stützen, dass der Tod uns nichts angeht.
Den Text einordnen
Wahrscheinlich im Jahrzehnt vor Ciceros Erwähnung Anfang 54 v. Chr. verfasst, wirkt das Gedicht unvollendet: Manche Passagen wiederholen sich, angekündigte Erörterungen fehlen, und Buch 6 bricht mit der Pest in Athen ab. Der Text beruht auf zwei Handschriften des 9. Jahrhunderts. Ein Lehrgedicht in sechs Büchern und rund 7.400 Hexametern, gerichtet an Gaius Memmius. Es entfaltet die epikureische Physik – Atome, Leere, Sterblichkeit der Seele, Wahrnehmung, Entstehung und Untergang der Welten –, damit die Erkenntnis der Natur die Furcht vor den Göttern und vor dem Tod vertreibt.
Den Argumenten folgen
Atome und Leere : Nichts entsteht aus nichts, nichts vergeht ins Nichts; alle Körper sind Verbindungen unteilbarer Teilchen, die sich im leeren Raum bewegen. Sterblicher Geist : Geist und Seele sind körperlich, aus feinsten Atomen gebildet, und lösen sich im Tod auf; darum kann der Tod niemandem schaden, der nicht mehr ist. Natur ohne Plan : Welten, Lebewesen und menschliche Gesellschaften entstehen aus Zusammenstößen von Atomen und langem Ausprobieren, nicht aus göttlicher Absicht oder Vorsehung.
Weiterlesen
Beginnen Sie mit den Proömien der Bücher 1, 3 und 5 und lesen Sie dann das Argument gegen die Todesfurcht am Ende von Buch 3 in einer zweisprachigen Ausgabe mit Verszählung. Wahrscheinlich im Jahrzehnt vor Ciceros Erwähnung Anfang 54 v. Chr. verfasst, wirkt das Gedicht unvollendet: Manche Passagen wiederholen sich, angekündigte Erörterungen fehlen, und Buch 6 bricht mit der Pest in Athen ab. Der Text beruht auf zwei Handschriften des 9. Jahrhunderts.
Fragen für die weitere Lektüre
- Welche Furcht behandelt jedes Proömium, und welche physikalische Lehre antwortet darauf?
- Beseitigt die Symmetrie zwischen der Zeit vor der Geburt und der Zeit nach dem Tod jeden Grund, das Sterben zu fürchten?
Für Lukrez ist die Kenntnis der Natur das Heilmittel gegen Ängste, die auf falschen Vorstellungen über Götter und Tod beruhen.
Hinweise zur Lektüre
Beginnen Sie mit den Proömien der Bücher 1, 3 und 5 und lesen Sie dann das Argument gegen die Todesfurcht am Ende von Buch 3 in einer zweisprachigen Ausgabe mit Verszählung.
Ausgaben & Quellen
Zusammenfassungen und Kerngedanken sind eigenständige redaktionelle Interpretationen. Sie begleiten die Lektüre des Werkes und ersetzen keine Textausgabe. Redaktionelle Methode ↗